Telekom: Krypto-Handy für Regierung wird nicht eingestellt

Die Telekom wolle wegen schwachen Absatzes seiner sicheren Simko3-Smartphones die Produktion einstellen, hieß es in Medienberichten. Die Telekom streitet das ab und will die "Lieferfähigkeit" aufrecht halten.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 71 Beiträge
Von

Die Deutsche Telekom hat einen Medienbericht dementiert, wonach sie die Produktion ihrer besonders sicheren Krypto-Smartphones für die Bundesregierung einstellen will. Eine Berliner Tochterfirma, in der die Technik für die sichere Kommunikation mit dem Simko3 entwickelt wird, werde zwar geschlossen, bestätigte ein Telekom-Sprecher am Mittwoch. Aber zugleich wechselten Entwickler zur Telekom. "Es ist eine Strukturveränderung, die nicht bedeutet, dass wir das Produkt einstellen", sagte er. "Wir halten die Lieferfähigkeit für Simko 3 aufrecht."

Keine Schließung, nur "eine Strukturveränderung": Offenbar geht es mit den Simko3-Smartphones doch weiter.

(Bild: dpa, Telekom)

Der Rundfunksender NDR Info hatte am Mittwoch unter Hinweis auf die Schließung der Berliner Firma Trust2core berichtet, die Telekom wolle die Produktion der Simko3-Geräte einstellen. Von der Telekom hieß es dazu: "Im Zuge der Bündelung aller Sicherheits-Aktivitäten im Konzern integrieren wir jetzt das Know-how der Trust2core in die Geschäftseinheit Cybersicherheit." Zugleich werde die Entwicklung von Angeboten auch für Mittelstands- und Privatkunden forciert.

Neben der Telekom rüstet auch die Düsseldorfer Firma Secusmart zusammen mit dem kanadischen Smartphone-Konzern Blackberry die Bundesregierung mit sicheren Telefonen aus. Dem Vernehmen nach wurde die Telekom bisher rund 600 Geräte los, Secusmart mehr als 1000 Smartphones. Secusmart wird gerade von Blackberry übernommen, die Bundesregierung hat grundsätzlich die Möglichkeit, einen Verkauf bei Risiken für die nationale Sicherheit zu untersagen. (axk)