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Telekom-Kunden drohen Verzögerungen durch Warnstreiks

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Telekom-Kunden müssen sich wegen Warnstreiks der Beschäftigten auf längere Wartezeiten bei der telefonischen Störungsannahme einstellen. Auch bei Terminvereinbarungen oder der Einrichtung von Telefonanschlüssen könne es zu Verzögerungen kommen, teilte die Gewerkschaft Verdi am Montag in München mit. Die Telekom kündigte an, mögliche Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. "Wir sind vorbereitet", so ein Sprecher. Ob es bereits zu Problemen gekommen ist, blieb zunächst unklar.

Bundesweit sollten 6000 Telekom-Mitarbeiter an den Streikaktionen teilnehmen, allein in Bayern waren es nach Verdi-Angaben 1200, in Baden-Württemberg rechnete die Gewerkschaft mit 1800. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen traten am Montagmorgen rund 600 Telekom-Mitarbeiter in Warnstreiks. In Köln, Bonn und Aachen sollten am Morgen fast 300 Mitarbeiter ganztägig ihre Arbeit niederlegen,

Die Gewerkschaft fordert unter anderem 6,5 Prozent mehr Gehalt und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Die Offerte der Telekom sieht unter anderem Gehaltserhöhungen von 2,17 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten vor. Was die Telekom von den Beschäftigten verlange, grenze an Psychoterror, kritisierte Verdi-Fachbereichsleiterin Susanne Becker. "Der arbeitnehmerfeindliche Horrorkatalog beinhaltet Arbeitsplatzvernichtung, Standortschließungen und Lohnverzicht, während sich Manager und Aktionäre mit einer Dividende von 3,4 Milliarden Euro auf dem Rücken der Belegschaft bereichern." (anw)