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Telekom-Preise: Internet bleibt teuer

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Die Deutsche Telekom hat für ihre zum 1. Januar 1999 angekündigten Tarifänderungen einen Antrag bei der Regulierungsbehörde eingereicht. Nach Angaben der Telekom-Pressestelle werden die Preissenkungen jedoch nur die Regional- und die Fernzone betreffen. Ortsgespräche und der Zugang zum Internet werden demnach nicht billiger.

Die neuen Preise für Regional- und Ferngesprächen sollen bei einem ISDN-Anschluß über Tag künftig bei 24 Pfennigen je Minuten liegen. Abends und am Wochenende soll die Gespräche 12 Pfennigen pro Minute kosten. Zum Vergleich: Derzeit kostet ein Ferngespräch 56 Pfennige (9 bis 12 Uhr), 52 Pfennige (12 bis 18 Uhr), 32 Pfennige (18 bis 21 Uhr) beziehungsweise 20 Pfennige (nach 21 Uhr). Die Ersparnise betrügen also bis zu 63 Prozent.

Bei analogen Anschlüssen soll die Preissenkung geringer ausfallen. Hier will die Telekom weiter zwischen Regionalgesprächen (bis 50 Kilometer) und Ferngesprächen unterscheiden. Ein Ferngespräch soll tagsüber 36 Pfennige je Minute kosten, ein Regionalgespräch 24 Pfennige. Abends und am Wochenende soll der Preis - wie bei einem ISDN-Anschluß - bei 12 Pfennigen liegen.

Nach eigenen Angaben hat die Telekom in der ersten Hälfte dieses Jahres 24,1 Milliarden Gesprächsminuten vermittelt. Rechnet man diese Zahl aufs Jahr hoch, und rechnet die Preissenkungen ein, so ergeben sich für die Telekom Mindereinnahmen von bis zu 10 Milliarden Mark. Die Preissenkung könnte also zur Bewährungsprobe der Telekom an der Börse werden. Ralf Hüskes (ad)