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Telekom-Tarifverhandlungen ohne Fortschritte

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Auch die zweite Tarifrunde bei der Deutschen Telekom ist am Dienstag ohne Ergebnisse zu Ende gegangen. Bei den Verhandlungen in Königswinter bei Bonn legte das Management des Unternehmens erwartungsgemäß noch kein Angebot vor. Für die rund 105.000 Beschäftigten fordert die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi 6,5 Prozent mehr Gehalt sowie den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen. Zudem soll die Ausbildungsvergütung monatlich zwischen 70 und 90 Euro steigen. Die Tarifpartner wollen am 15. und 16. Februar die Verhandlungen fortsetzen.

Verdi begründet ihre Gehaltsforderung mit einem erheblichen Nachholbedarf. Die Beschäftigten müssten am wirtschaftlichen Aufschwung und an den Produktionsfortschritten bei der Telekom teilhaben. Dem Unternehmen gehe es gut.

Die Telekom hält die Forderung der Gewerkschaft dagegen für nicht nachvollziehbar. Sie verlangt einen "Abschluss mit Augenmaß". Im Gegensatz zu anderen Branchen gebe es bei der Telekom keinen Nachholbedarf. Verdi hofft nun, dass die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde ein Gehaltsangebot unterbreiten. Ob es dann zu einem Durchbruch kommt, ist aber weiterhin fraglich. (anw)