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Telekom ändert StreamOn: Mit Roaming und HD-Videos

Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts NRW passt die Telekom ihre Streaming-Option den Auflagen des Regulierers an.

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(Bild: Shutterstock/carballo)

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Die Telekom passt ihrer Streaming-Option für Mobilfunktarife den Vorgaben der Bundesnetzagentur an. Ab der kommenden Woche werde bei StreamOn die "Bandbreitenoptimierung" für Video aufgehoben, teilte das Unternehmen am Freitag in Bonn mit. Ab Anfang September sollen Kunden die Option dann auch beim Roaming innerhalb der EU nutzen können. Eine Preiserhöhung werde es nicht geben, betont der Anbieter.

StreamOn ist eine sogenannte "Zero Rating"-Option für Mobilfunktarife. Der für bestimmte Nutzungsarten (Musikstreaming, Video, Spiele) bei bestimmten Anbietern anfallende Datenverkehr wird mit StreamOn nicht auf das Datenvolumen des Mobilfunktarifs angerechnet. Auch Vodafone bietet mit "Pass" eine solche Option an.

Während die Bundesnetzagentur solche Tarifoptionen nicht grundsätzlich ablehnt, hat sie die konkrete Ausgestaltung bei Vodafone und der Telekom bemängelt. Im Falle der Telekom monierte die Regulierungsbehörde, dass StreamOn nicht für das EU-Ausland galt und damit gegen die EU-Roaming-Regeln verstieß. Dass bei StreamOn Videos auf SD heruntergerechnet wurden, war in den Augen der Bundesnetzagentur ein Verstoß gegen die Netzneutralität.

Die Telekom ist gegen die Auflagen der Bundesnetzagentur vor Gericht gezogen. Der Versuch, die Auflagen im Eilverfahren aussetzen zu lassen, scheiterte Mitte Juli endgültig vor dem Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen. Damit ist der Rechtsstreit zwar noch nicht beendet, dennoch musste die Telekom die Auflagen nun erst einmal umsetzen. Eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren steht noch aus. (vbr)