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Telekom beschleunigt Internet auf dem Land

Die Telekom erweitert ihr Tarifangebot, um bis Jahresende rund 1500 Gebiete ohne DSL-Versorgung schneller als bisher ans Internet anzubinden. Das dafür zugeschnittene Tarifangebot Call & Surf Comfort via Funk setzt auf die Mobilfunktechniken LTE (Long Term Evolution) und HSPA (High Speed Paket Access). Call & Surf Comfort via Funk verspricht in Empfangsrichtung bis zu 3 Megabit pro Sekunde und in Senderichtung bis zu 500 Kilobit pro Sekunde.

Den Anschluss zu den Basisstationen der Telekom stellen auf Kundenseite spezielle Router her. Je nachdem, welche Technik das jeweilige Gebiet versorgt, kommt entweder ein HSPA- oder ein LTE-fähiges Gerät zum Einsatz: Speedport HSPA oder Speedport LTE. Beide Geräte enthalten auch eine WLAN-Basisstation, sodass Laptops oder Smartphones wie üblich auch per Funk Zugang zum Router bekommen.

Der neue Service lässt sich nur per SIM-Karte nutzen, die in den Router eingesteckt wird. Diese lässt sich anders als übliche Mobilfunk-SIM-Karten nur ortsgebunden nutzen, also nicht unterwegs. Das schnelle LTE-Netz wird man aber auch bei der Telekom unterwegs nutzen können, geeignete Surfsticks und Tarife seien geplant.

Call & Surf Comfort via Funk kostet monatlich 39,95 Euro, und der Internet-Zugang ist damit pauschal abgegolten (Datenflat). Allerdings gehört zum Angebot auch ein Festnetztelefonanschluss (Telefonflat für das deutsche Festnetz). Ein bestehender Festnetzanschluss kann natürlich weiter genutzt werden, denn der neue Anschluss nutzt die Funkanbindung. Die Mindestlaufzeit für den Vertrag beträgt 24 Monate. Als Einführungsangebot bis zum 30. Juni 2011 erhalten Kunden eine Gutschrift von 30 Euro. Geschäftskunden können Call & Surf Comfort via Funk ebenfalls buchen. Sie zahlen monatlich 33,57 Euro netto. Den Router bietet die Telekom zur monatlichen Miete von 4,95 Euro an. Registrierungen nimmt das Unternehmen über seine Website entgegen. Sobald vor Ort verfügbar, würde man automatisch benachrichtigt.

Konkrete Vergleichszahlen nennt das Unternehmen nicht, aber das Angebot sei "um ein Vielfaches schneller" als die bisher in der DSL-Diaspora verfügbaren Anschlüsse. Ballungsgebiete sind allerdings weiterhin mit Abstand besser versorgt. Dort sind bis 16 MBit/s per ADSL2+, bis zu 50 MBit/s via VDSL und gar bis zu 100 MBit/s per Kabelanschluss verfügbar.

Update: Hinzu kommt, dass die Geschwindigkeit beim Call & Surf Comfort via Funk nur im Rahmen eines monatlich beschränkten Transfervolumens von 3 GByte zur Verfügung steht; diese Angaben hat die Telekom weit hinten im Bereich FAQ verborgen. Sind 3 GByte übertragen, drosselt das Unternehmen die Download-Rate zunächst auf 1 MBit/s und die Upload-Rate auf 384 KBit/s. Schafft man es dann noch, 5 GByte im Abrechnungszeitraum zu übertragen, wird der Anschluss auf 384 und 64 KBit/s gebremst. Es handelt sich also nicht um einen Pauschaltarif mit unbegrenztem Transfervolumen wie man sie für ADSL2+, VDSL und Kabelanschlüsse bekommen kann. (Dusan Zivadinovic) / (dz)

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