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Telekom drosselt Glasfaseranschlüsse

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Mit den neuen Glasfaseranschlüssen der Telekom soll im Herbst in einigen ausgewählten Gemeinden und Stadtvierteln eine neue Breitbandära beginnen. Mit bis zu 100 MBit/s im Upstream und bis zu 200 MBit/s im Downstream wird die Nutzung von Cloud- oder Backup-Diensten wesentlich effizienter als bisher. Bei der Nutzung des Anschlusses müssen Kunden der Telekom allerdings Zurückhaltung üben. In der Leistungsbeschreibung (PDF-Datei) sieht die Telekom massive Bandbreiten-Einschränkungen vor, wenn monatliche Volumenlimits überschritten werden.

Die Glasfaser-Anschlüsse von Call&Surf-Kunden werden ab 300 (Fiber 100) beziehungsweise 400 GByte (Fiber 200) Transfervolumen im Rechnungsmonat bis zu dessen Ablauf auf 384 kBit/s im Up- und Downstream gedrosselt, also auf deutlich weniger als ein Prozent der eigentlich gebuchten Bandbreite, noch knapp ausreichend für VoIP-Telefonie. Nicht ganz so krass fällt die Drosselung bei Entertain aus. Die Endbandbreite von 3 MBit/s reicht dort immerhin noch für das Streamen von komprimierten SD-Videos aus dem Internet.

300 Gigabyte Volumen lassen sich schon erreichen, wenn der Rechner beispielsweise automatisch nächtlich ein Backup mit 10 Gigabyte fährt. Über einen Anschluss mit 100 MBit/s im Upstream dauert das gerade einmal 15 Minuten. Nach siebeneinhalb Stunden Volllast im Upstream oder dreieinviertel im Downstream setzt beim Produkt Fiber 100 die Drosselung ein, mit dem 200-MBit/s-Anschluss geht das noch schneller.

Transfervolumina im mittleren dreistelligen Bereich sind schon an normalen ADSL2+- oder VDSL-Anschlüssen nicht außergewöhnlich, wenn im Haushalt Jugendliche oder junge Erwachsene leben. Sie konsumieren häufig Videos aus Diensten wie YouTube oder aus den Mediatheken der Sendeanstalten, vorzugsweise in maximaler Auflösung, anstatt das Fernsehen zu nutzen. (uma)

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