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Telekom fordert Schadensersatz von Zumwinkel

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In der Telekom-Spitzelaffäre fordert das Unternehmen einem Bericht der Deutschen Presse Agentur zufolge Schadensersatz vom früheren Konzern-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel. Ein entsprechendes Schreiben sei dem Ex-Manager vergangene Woche übersandt worden, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Darin erhebe die Telekom Schadensersatzansprüche gegen Zumwinkel in Zusammenhang mit der Bespitzelungsaffäre von Journalisten, Aufsichtsräten und Gewerkschaftern. Die Rheinische Post bezifferte in ihrer Samstagsausgabe die Ansprüche unter Bezug auf Unternehmenskreise auf viele hunderttausend Euro.

Laut Spiegel wird Zumwinkel vorgeworfen, persönlich den Auftrag zum Aufspüren von Informationslecks in der Telekom an die Konzernsicherheit gegeben zu haben. Damit hätte der Manager nicht nur seine Kompetenzen als Aufsichtsrat überschritten. Juristen schlussfolgern, dass er eine solch weitreichende Weisung wohl auch in ihrer Ausführung und in ihren Konsequenzen überwacht haben dürfte. Ähnliches gelte für Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke. Schadensersatzforderungen gegen ihn müsste jedoch anders als bei Zumwinkel nicht der Vorstand, sondern der Aufsichtsrat der Telekom einleiten.

Beide Manager hatten die Vorwürfe in Zusammenhang mit der Spitzelaffäre bisher weit von sich gewiesen. Die Telekom betont, dass das "anwaltliche Anspruchsschreiben an Zumwinkel" keine Vorentscheidung im laufenden Strafverfahren sei. Dies sei allein Sache der zuständigen Staatsanwaltschaft. Die Telekom hatte in den Jahren 2005 und 2006 durch das Ausspähen von Verbindungsdaten der Weitergabe von Interna an Journalisten etwa aus dem Aufsichtsrat auf die Spur kommen wollen. Das Unternehmen hatte im Mai 2008 Anzeige erstattet und Unterlagen der Staatsanwaltschaft übergeben. Insgesamt sollen etwa 60 Personen bespitzelt worden sein. Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt seit fast einem Jahr auch gegen Zumwinkel. (dpa)/ (Peter Nonhoff-Arps) / (pen)

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