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Telekom hat Glasfasernetz-Ausbau beschleunigt

Wie die Deutsche Telekom berichtet, hat sie in diesem Jahr 60.000 Kilometer Glasfaser verlegt und 23.000 Verteilerkästen aufgestellt.

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Telekom hat Glasfasernetz-Ausbau beschleunigt

(Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom hat Zahlen zu ihrem Breitband-Ausbau 2018 vorgelegt. Demnach habe der Konzern 2018 rund 60.000 Kilometer Glasfaser in Deutschland verlegt. Die Ausbaumenge sei damit gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent gestiegen. Die Gesamtlänge des Glasfasernetzes beträgt demnach derzeit 500.000 Kilometer.

Dem Bericht zufolge hat die Telekom in den vergangenen zwölf Monaten 23.000 Verteilerkästen aufgestellt. Sie habe die Kästen mit aktiver Technik ausgestattet und mit Glasfaser ans Netz angebunden. Das seien pro Stunde 2,6 Verteilerkästen, rechnete der Konzern vor. Die Gesamtzahl der Verteilerkästen im Netz habe sich damit auf 177.600 erhöht.

Anders als bisher kommuniziert wird der Vectoring-Ausbau aber nicht 2019, sondern erst 2020 abgeschlossen sein: "Bis Ende 2020 wird die Telekom den FTTC-Ausbau ("Fiber to the Curb"; Glasfaser bis zum Bordstein) weitgehend abschließen. Danach wird FTTH ("Fiber to the Home"; Glasfaser bis ins Haus) großflächig ausgebaut. Die Telekom wird dann pro Jahr bis zu zwei Millionen Haushalte mit Glasfaser bis ins Haus ausstatten."

Bislang habe man außerdem einhundert Gewerbegebiete mit Glasfaser versorgt. Davon profitieren der Telekom zufolge insgesamt fast 45.000 Unternehmen. Die Telekom will bis Ende 2022 insgesamt 3.000 Gewerbegebiete in ganz Deutschland mit Glasfaser anschließen. Auch im Mobilfunkbereich sei man sehr aktiv, betonte der Konzern. 2018 seien 1.300 neue Mobilfunk-Standorte gebaut worden, die Gesamtzahl betrage jetzt 27.000.

Die Verstellung der Zahlen verband Telekom-Chef Tim Höttges mit Seitenhieben an Politik und Mitbewerber: "Zu viele reden in Deutschland nur über den Ausbau. Zu wenige tun wirklich etwas. Die Telekom hat Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten wieder schneller gemacht. Darauf bin ich stolz" Er wünsche sich, "dass im kommenden Jahr auch andere mehr für den Breitbandausbau machen. Wir brauchen mehr Kooperationen, schnellere Genehmigungsverfahren und mehr Mut beim Ausbau auch neue Wege zu gehen." (hob)