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Telekom interessiert an UMTS-Lizenz in Frankreich

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Die Deutsche Telekom hat den französischen Mobilfunkmarkt noch nicht abgeschrieben und bleibt an einer UMTS-Lizenz interessiert. Dies machte Telekom-Vorstandschef Ron Sommer in einem Gespräch mit der französischen Wirtschaftszeitung La Tribune deutlich. "Wir haben niemals definitiv Nein zu Frankreich gesagt", erklärte Sommer. Die Telekom habe aber eine UMTS-Lizenz für die dritte Handy-Generation "unter den bisher vorgegebenen Bedingungen abgelehnt". Angesichts der UMTS-Kosten "können wir nicht überall vertreten sein", sagte der Vorstandschef.

Nachdem es nach der ersten Runde in Frankreich nur zwei Bewerber für vier Lizenzen gibt, "werden wir aufmerksam verfolgen, was sich jetzt tut", sagte Sommer der Zeitung. Er wollte sich dabei nicht zu Spekulationen darüber äußern, ob die Telekom sich unter veränderten Bedingungen allein oder zusammen mit dem französischen Betreiber Bouyges Telecom für eine Lizenz interessieren könnte.

Das französische Finanzministerium hatte am Donnerstag eine neue Ausschreibung für zwei Lizenzen Ende 2001 oder 2002 angekündigt. Bis zum Ablauf der ersten Bewerbungsfrist am vergangenen Mittwoch hatten nur France Telecom und SFR (Vivendi-Gruppe) Kandidaturen eingereicht. Bouyges und Suez-Telefonica hatten den von der Regierung verlangten Preis von 4,95 Milliarden Euro pro Lizenz als zu hoch abgelehnt. Die Regierung hat noch nicht zu erkennen gegeben, den Preis zu senken. (dpa) / (jk)