MWC

Telekom und andere Netzbetreiber sagen MWC wegen Coronavirus ab

Als erster Netzbetreiber hat sich die Telekom entschieden, nicht am MWC 2020 teilzunehmen, andere folgten. Eine Absage der Messe wird immer wahrscheinlicher.

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Telekom-Stand auf dem MWC

(Bild: heise online)

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Die Deutsche Telekom wird nicht am MWC Barcelona teilnehmen. Entsprechende Informationen bestätigte das Unternehmen am Mittwochmittag auf Twitter. "Die Entscheidung ist uns sehr schwergefallen", schreibt das Unternehmen. "Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und all unserer Gäste dort geht vor." Kurz danach haben auch die Netzbetreiber Vodafone, BT und Orange ihre Teilnahme abgesagt.

"Aufgrund des sich weiter ausbreitenden Coronavirus bedeuten aber gerade große Menschenansammlungen ein Risiko", erklärt CEO Tim Höttges auf dem sozialen Netzwerk LinkedIn die Entscheidung. "Dieses einzugehen, hielte ich für unverantwortlich. Die Telekom hat darum eine eindeutige, aber dennoch schwere Entscheidung getroffen. Der Mobile World Congress ist eine großartige Messe. Wir freuen uns schon heute auf den nächsten MWC."

Am Mittwochmorgen hatte mit Nokia der zweite wichtige Ausrüster seine Teilnahme abgesagt, nachdem sich schon Ericsson gegen den MWC entschieden hatte. Huawei hält bisher an einer Messeteilnahme fest. Mit zwei von drei großen Ausrüstern und den größten europäischen Netzbetreibern bleiben enorm wichtige Unternehmen dem Branchentreff fern.

Damit steigt der Druck auf den Messeveranstalter GSMA weiter. Bisher nicht offiziell bestätigten Informationen zufolge hat die GSMA das zunächst für Freitag anberaumte Krisentreffen des Präsidiums vorgezogen. Am Mittwochnachmittag soll das Gremium, in dem auch die genannten Netzbetreiber vertreten sind, über das weitere Vorgehen entscheiden. Insider halten eine Absage der Messe damit für immer wahrscheinlicher.

Bei der Entscheidung über eine Absage spielt spanischen Medienberichten zufolge aber auch die Versicherungsfrage eine Rolle. Die GSMA dränge die spanischen Behörden dazu, eine medizinische Notlage zu erklären, heißt es. Denn dann würden die Versicherungen für den entstandenen Schaden einstehen.

Update 14:30 Uhr: Entscheidungen von Vodafone, BT und Orange ergänzt. (vbr)