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Telekom startet LTE auf 900 MHz

Die Telekom nutzt seit heute mit 900 MHz offiziell ein weiteres Frequenzband für die LTE-Versorgung. LTE 900 stellt bei guter In-House-Versorgung 35 MBit/s Kapazität pro Zelle bereit.

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LTE

(Bild: dpa, Jens Büttner)

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Die Deutsche Telekom startet am heutigen Freitag mit dem LTE-Betrieb auf 900 MHz. Damit will die Telekom die Versorgung, insbesondere in Gebäuden, verbessern. LTE 900 stellt zusätzlich zu bestehenden Funkzellen 35 MBit/s pro Zelle bereit. Die Telekom verfügt in diesem Bereich über drei gepaarte Frequenzblöcke à 5 MHz, die aber auch zum Betrieb des GSM-Netzes genutzt werden. Bis Ende des Jahres soll LTE 900 an 4000 Standorten in Betrieb sein, bis Ende 2019 soll die LTE-Versorgung deckungsgleich mit der GSM-Versorgung sein.

Die Nutzung des bisherigen GSM-Bandes wurde möglich, weil die Frequenzzuweisungen für die Netzbetreiber bereinigt wurden und die bislang gestückelten Zuweisungen im 900-MHz-Bereich seit Anfang des Jahres zusammenhängen (Reshuffling) und die Neuzuweisungen der Frequenzen abgeschlossen ist. Die Vergabe der Mobilfunkfrequenzen in Deutschland erfolgt seit einiger Zeit technologieneutral; die Netzbetreiber können also selbst entscheiden, welche Zugangstechnik sie einsetzen wollen.

Die Telekom setzt künftig auf Single-RAN-Technik, also Basisstationen, bei denen Frequenzzuteilung und Zugangstechnik per Software konfigurierbar und jederzeit änderbar sind. So könnte die Telekom zu einem späteren Zeitpunkt die heutige Aufteilung von 5 MHz für LTE und 10 MHz für GSM verändern. Auch das 2100-MHz-Band steht für die Telekom zur Disposition für die LTE-Nutzung. Technik-Chef Walter Goldenits prognostizierte, dass der GSM-Standard noch eine lange Zeit erhalten bleiben werde, länger als UMTS, das wohl mittelfristig Platz für LTE machen muss. (uma)

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