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Telekom startet NFC-Bezahlsystem in Polen

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T-Mobile startet in Polen wie angekündigt einen Dienst zum kontaktlosen Bezahlen mit dem Handy. Unter dem Namen MyWallet soll er die Funktionen von Bank- und Kreditkarten im Mobiltelefon integrieren. T-Mobile arbeitet dazu aktuell mit MasterCard zusammen, Visa soll später dazukommen. Um den Dienst nutzen zu können, muss man Kunde bei T-Mobile sein und ein Konto bei der Polbank, die den Service anbietet, oder der mBank sein, die Anfang November damit starten will. Weitere Banken in Polen bereiten die Einführung laut T-Mobile vor.

MyWallet soll mehr bieten als nur eine Bezahlfunktion. Dazu zählt das Sammeln von Rabattpunkten oder das Abspeichern von gekauften Tickets im Handy. Die Nutzer sollen Tageslimits setzen und sich Zahlungen per SMS bestätigen lassen können. Das System sei sicher, da die Transaktion per NFC zwischen der SIM-Karte und dem Terminal abgewickelt werde. T-Mobile arbeitet in diesem Bereich mit Gemalto zusammen und setzt deren Diensteplattform Allynis Trusted Service Management und die von Gemalto entwickelte SIM-Karte UpTeq NFC High End ein.

Die Telekom wählte Polen für die Markteinführung von MyWallet, da dort bereits eine Infrastruktur für kontaktloses Bezahlen existiert. 20 Prozent der MasterCard-Akzeptanzstellen sind mit NFC-Technik (Near Field Communication) ausgestattet. Die Zahl steigt, da die meisten neuen und ausgetauschten Geräte über die Technik verfügen. Weltweit gibt es laut MasterCard knapp 500.000 PayPass-Akzeptanzstellen. PayPass ist das MasterCard-System für kontaktloses Bezahlen. In Polen sind über 40 Prozent der MasterCard- und Maestro-Karten dafür vorbereitet.

In Deutschland soll MyWallet im zweiten Quartal 2013 starten. Es steht dann im Wettbewerb mit girogo, den kontaklosen Karten der Sparkassen und Volksbanken, und dem Handy-Bezahlsystem mpass, an dem die Telekom ebenfalls beteiligt ist. Unklar ist noch, ob und wann Google mit seinem Wallet-System auf den deutschen Markt geht. Die Telekom vergleicht MyWallet jedenfalls schon damit und betont, dass sie anders als Google keinen Zugriff auf die Transaktionsdaten habe. (ad)

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