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Telekom startet Netzausbau für FTTH-Internet

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Am heutigen Mittwoch hat die Telekom in Hannovers Südstadt den ersten Spatenstich für den Ausbau ihres neuen, bis in die Wohnung reichenden Glasfaserkabel-Netzes (Fibre to the Home, FTTH) gesetzt. Die über das FTTH-Netz angebotenen Internet-Zugänge erreichen laut Telekom derzeit bis zu 200 MBit/s in Empfangsrichtung. Die Preise und andere Konditionen ihre FTTH-Internetzugänge hatte das Unternehmen bereits in April veröffentlicht.

Start für Glasfaserkabel-Netz in Hannover (7 Bilder)

Direkt hinter der Gilde-Brauerei in Hannover verlegt die Telekom die Zukunft - genauer die ersten Glasfaserkabel für ihr schnellen FTTH-Internetzugänge.

Im Unterschied zu VDSL benötigt FTTH nur eine Transporttechnik. Eine Einschränkung etwa durch Kupferleitungen vom Straßenrand bis in die Wohnung ist nicht gegeben: VDSL nutzt das Prinzip "Fiber to the curb" (FTTC) – die Glasfaserleitungen reichen bis zum "Straßenrand". Von dort liefert es die Daten per Kupferkabel in die Haushalte. Die Telekom setzt bei ihrem Glasfaserkabel-Netz auf ein Gigabit Passive Optical Network (GPON), mit dem sich Geschwindigkeiten von maximal 2,5 GBit/s in beiden Richtungen erreichen lassen.

Hannover gehört neben Braunschweig, Brühl, Hennigsdorf, Neu-Isenburg, Kornwestheim, Mettmann, Offenburg, Potsdam und Rastatt zu den ersten Städten und Gemeinden, in denen das Unternehmen ihr neues Netzwerk ausbaut. Bislang können allerdings nur drei, eher Innenstadt ferne Stadtteile (Südstadt, Bult und Linden) von dem Hochgeschwindigkeits-Internetzugang profitieren. Andere will das Unternehmen in den kommenden Jahren erschließen.

Das derzeitige Ausbaugebiet in Hannover umfasst etwa 45.000 Haushalte. Für den Ausbau des FTTH-Netze will die Telekom insgesamt 600 Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Falls vorhanden, sollen die Kabel durch vorhandene Leerrohre laufen. Anderenfalls will man auch neue Trassen in Hannover bauen, erläutert Thomas Krieger, Leiter der Telekom-Technik Nordwest.

Haus- und Grundeigentümer können ihre Immobilien derzeit noch kostenlos an das FTTH-Netz der Telekom anschließen lassen, wenn sie mit dem Unternehmen bis zum 17. Juli 2011 einen Nutzungsvertrag für lichtwellenleiterbasierte Grundstücks- und Gebäudenetz (NVGG) abschließen. Laut Telekom wird der FTTH-Gebäudeanschluss nach diesem Termin mit "mehreren hundert Euro" zu Buche schlagen. Trotz solcher Rabatte liegen die bisher abgeschlossenen Nutzungsverträge mit Hauseigentümern im Stadtgebiet Hannover noch unter den Erwartungen des Unternehmens, merkt Krieger an. Krieger ist sich aber sicher, dass die gerade anlaufenden Ausbauarbeiten und Marketing-Maßnahmen wie ein gläsernes Wohnzimmer auf dem Georgsplatz in der Hannoveraner Innenstadt sowie persönliche Kundenberatungen das bald ändern werden. (rek)