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Telekom und British Telecom schließen UMTS-Bündnis

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Die Deutsche Telekom und die British Telecom haben am Dienstagmorgen bekannt gegeben, beim Aufbau der UMTS-Netze in Großbritannien und Deutschland zusammenarbeiten zu wollen. Die Vereinbarung umfasse einen koordinierten Ausbau der 3G-Infrastruktur, die gemeinsame Nutzung von neuen und vorhandenen Basisstationen, Grundstücken, Masten und Antennen sowie wechselseitiges National Roaming für die UMTS-Netze in Deutschland und Großbritannien, teilte Viag Interkom am Dienstag in München mit.

Durch die Zusammenarbeit könnten die Kosten für die Einführung der UMTS-Netze erheblich gesenkt werden – BT Wireless rechnet mit Einsparungen von zirka 20 Prozent der Gesamtausgaben für das UMTS-Netz. In Deutschland unterzeichneten die Telekom-Tochter T-Mobile und die BT- Tochter Viag Interkom die Absichtserklärung. Eine ähnliche Vereinbarung haben in Großbritannien BT Cellnet und die T-Mobile-International-Tochter One2One getroffen. Dort sollen One2One-Kunden zudem in bestimmten Regionen Großbritanniens mittels Roaming die GSM- und GPRS-Netze von BT Cellnet nutzen können. Endgültige Verträge sollen bis Ende Sommer 2001 unterschriftsreif sein.

Erst am Dienstag vergangener Woche hatte die deutsche Regulierungsbehörde für Telekommunikation (RegTP) den UMTS-Anbietern in Deutschland grünes Licht für das sogenannte Infrastruktursharing beim Aufbau und Betrieb von UMTS-Netzen gegeben. Ursprünglich hatten die Regulierer eine strikte Trennung der einzelnen Netze verlangt. (wst)