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Telekom warnt vor defekten Router-Netzteilen

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Die Deutsche Telekom warnt vor Gefahren, die von einem möglicherweise defekten Netzteil des WLAN-Routers Speedport W 700V ausgehen können. Mit dem bis Mitte 2008 verkauften Gerät sei teilweise ein mangelhaft konstruiertes Netzteil ausgeliefert worden, das von Leader Electronics hergestellt wurde und die Modellbezeichnung "SNG 7-acc" trägt. Die Telekom warnt, das Gehäuse des Netzteils könne leicht aufbrechen oder aufgehen. Durch dadurch freiliegende stromführende Teile drohe die Gefahr eines Stromschlags.

Die Telekom mahnt bei der Kontrolle des eigenen Netzteils zu äußerster Vorsicht, schon im Vorfeld solle der Strom abgeschaltet werden. Betroffene Kunden können sich an die Telekom-Hotline 0800 3306007 wenden und sollen kostenlos mit einem neuen Netzteil beliefert werden. Das alte Netzteil fordert die Telekom nicht zurück.

Der Router, der selbst nicht betroffen ist, wurde zwischen April 2006 und Juni 2008 in Deutschland rund 1,8 Millionen mal verkauft, erklärte eine Telekom-Sprecherin auf Anfrage von heise online. Das Unternehmen rechnet damit, dass hierzulande noch 1,3 Millionen Geräte im Einsatz seien. Darunter befänden sich schätzungsweise 190.000 Einheiten mit dem potenziell gefährlichen Netzteil.

Der von Arcadyan gefertigte Speedport W 700V hatte in der Vergangenheit unter anderem mit Sicherheitsproblemen für Aufmerksamkeit gesorgt. Anfangs erlaubte der Router im Auslieferungszustand auch die Konfiguration über das Internet und machte das Kapern eines Heimnetzwerks zum Kinderspiel; auf der frei zugänglichen Eingangsseite wurde sogar das Standardpasswort angezeigt. Später machte Router-Besitzern dann ein Firmware-Fehler zu schaffen, der die Nutzung des Dienstes DynDNS stark verkomplizierte. Schließlich wurde publik, dass der W 700V mit einem zwar individualisierten, aber leicht zu erratenden WPA-Key ausgeliefert wird. (jh)

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