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Teletext-Nutzung nimmt zu

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Die Zahl der täglichen Teletext-Nutzer stieg im Jahr 2010 auf 16,21 Millionen, wie eine der dpa vorliegende Auswertung der ARD-Medienforschung ergab. Im Jahr 2009 waren es noch 15,76 Millionen. Auch die Verweildauer im Text hat zugenommen: Wer im Jahr 2009 das Medium Teletext in Anspruch nahm, las täglich durchschnittlich sechs Minuten und 17 Sekunden die Tafeln, die die Fernsehsender mit Informationen parat halten. Im Jahr 2010 waren es bereits sechs Minuten und 54 Sekunden.

Eine Ursache für den gestiegenen Teletext-Gebrauch sehen die Experten darin, dass auch die tägliche Sehdauer im Fernsehen im Vergleich zum Jahr 2009 stark zugenommen habe. Sie betrug im vergangenen Jahr 223 Minuten, im Vorjahreszeitraum waren es noch 212 Minuten – so viel Publikum wie noch nie seit Beginn der Fernsehforschung.

Die am meisten gelesenen Text-Seiten sind laut ARD-Medienforschung die aktuellen Informationen, insbesondere die Sportseiten wie die Liveticker. Wer zum Beispiel am Mittwochabend den ARD-Fernsehfilm sieht und gleichzeitig die Spielstände in der Championsleague verfolgen möchte, wählt die entsprechende Infotafel, die aber lediglich als kleine Tafel auf dem TV-Bildschirm zu sehen ist, und verbringt somit locker 90 Minuten und mehr im Teletext.

Von den 16,21 Millionen täglichen Nutzern lesen 5,42 Millionen Menschen (2009: 5,40 Millionen) den ARD-Text. 4,81 Millionen (4,93 Millionen) sind beim ZDF dabei, 5,37 Millionen (5,81 Millionen) bei RTL, 4,87 Millionen (5,15 Millionen) bei Sat.1, 4,38 Millionen (5,11 Millionen) bei ProSieben und 0,61 Millionen (0,75 Millionen) beim Nachrichtensender n-tv und seinen vielen Finanzdaten.

Auf die ARD entfallen 18,6 Prozent Marktanteil (15,7 Prozent), auf das ZDF 14,8 Prozent (12,7 Prozent), auf RTL 13,4 Prozent (14,6 Prozent), auf Sat.1 9,9 Prozent (10,5 Prozent), auf ProSieben 3,1 Prozent (3,7 Prozent) und auf n-tv 4,7 Prozent (4,8 Prozent). Der höhere Marktanteil bei n-tv als bei ProSieben erklärt sich dadurch, dass die Verweildauer der einzelnen Nutzer dort wesentlich höher ist. (anw)