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Terminator, R2-D2 und K.I.T.T. prägen Vorstellungen über Künstliche Intelligenz

Das Thema Künstliche Intelligenz wirkt auf Anhieb abstrakt. Für nicht wenige Menschen wird sie von maschinellen TV- und Kino-Helden verkörpert.

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Skelettrequisite des Terminators T-800. Unklar ist, ob sich Befragte die Version der Maschine von 1984 oder spätere Versionen als Persönlichen Assistenten vorstellen können.

(Bild: Dick Thomas Johnson, CC BY 2.0 )

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Was ist und was kann Künstliche Intelligenz? Die Vorstellungen davon sind bei vielen Menschen auch durch Serien-Helden und Film-Charaktere aus der Science Fiction geprägt. Wie eine Studie des Allensbach-Instituts nun herausgefunden hat, repräsentiert der Roboter R2-D2 aus der Reihe "Star Wars" die Vorstellungen der Menschen noch am ehesten (20 Prozent). 17 Prozent denken beim Thema KI eher an den Terminator aus der gleichnamigen Filmreihe.

Bei ebenfalls 17 Prozent der Befragten kommt dagegen Commander Data von "Star Trek Next Generation" ihren Vorstellungen von KI am nächsten, gefolgt von dem sprechenden Rennschlitten K.I.T.T. aus der TV-Serie "Knight Rider" (16 Prozent). Den Bordcomputer HAL 9000 aus dem Kubrick-Klassiker "2001: Odyssee im Weltraum" nannten 6 Prozent der Befragten als am stärksten prägend.

Am bekanntesten als Repräsentanten Künstlicher Intelligenz sind demnach Arnold Schwarzeneggers Terminator (76 Prozent), R2-D2 (65 Prozent) und K.I.T.T. (59 Prozent), gefolgt von Commander Data (50 Prozent) und Agent Smith aus dem Film "Matrix" (43 Prozent).

Auf die Frage, welchen Roboter oder welche Maschine sie sich am liebsten als persönlichen Gehilfen wünschen, steht ebenfalls R2-D2 an erster Stelle (15 Prozent). 13 Prozent der Befragten würden dagegen K.I.T.T. favorisieren, der sich schon im Kampf für Recht und Gesetz bewährt hat. Commander Data folgt mit einigem Abstand (8 Prozent). Und als Persönlicher Assistent hängt der Reinigungs-Roboter "Wall-e" aus dem gleichnamigen Pixar-Film ("Der letzte räumt die Erde auf") den Terminator knapp um einen Prozentpunkt ab.

Die Gesellschaft für Informatik hatte die Studie im Rahmen des Projekts "#KI50: Künstliche Intelligenz in Deutschland – gestern, heute, morgen" (übrigens der deutsche Titel der letzten beiden Folgen der TV-Serie Star Trek, The Next Generation) zu ihrem 50-jährigen Bestehen im "Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Auftrag gegeben. Ziel des Projektes ist es, das Thema KI über verschiedene Diskursbeiträge zu entmystifizieren und es in der Gesellschaft zu verankern.

Im Mittelpunkt der aktuellen Untersuchung stand unter anderem die Frage, welche popkulturellen Phänomene und Figuren das Bild der deutschen Bevölkerung von KI am stärksten beeinflusst haben. Für die Ergebnisse wurden im Mai dieses Jahres insgesamt 1283 Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung ab 16 Jahren geführt. (anw)