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Tesla: Elektrischer Sattelzug im September

Schon im September will der US-amerikanische Elektrofahrzeug-Hersteller Tesla Motors erstmals einen E-LKW zeigen. Das kündigte Firmengründer Elon Musk jetzt auf Twitter an.

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(Bild: Tesla)

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Tesla-Chef Elon Musk kann seine Pläne offenbar schneller als erwartet verwirklichen. In einem Mitte 2016 veröffentlichten Strategiepapier hatte der Elektro-Auto-Pionier angekündigt, in Zukunft außer PKW auch LKW und Busse bauen zu wollen. In einem Tweet stellte Musk gestern nun die Vorstellung des ersten Tesla-Trucks bereits für September in Aussicht: "Tesla Sattelzug Enthüllung im September. Team hat wunderbare Arbeit geleistet. Wirklich die nächste Stufe."


Das Strategiepapier "Master Plan Teil Zwei" enthält außerdem Pläne für einen kompakten SUV sowie einen Pick-up, der in eineinhalb bis zwei Jahren vorgestellt werden soll. Auch ein neues Sportfahrzeug steht auf der Agenda. Der nächste Tesla Roadster soll ein Cabrio werden. Auch das verriet der Firmengründer am Donnerstag auf Twitter.

Bereits im Juli soll die Serienversion des Tesla Model 3 der Öffentlichkeit gezeigt werden. Vor gut einem Jahr hatte Tesla erstmals eine Vorserienversion des Model 3 präsentiert und in der Folge hunderttausende Bestellungen entgegengenommen.

Tesla stellt Model 3 vor (9 Bilder)

Ähnlich wie auf Apple-Events nahm Elon Musk erst einmal einen Anlauf, bis das eigentliche Produkt zu sehen war
(Bild: Tesla / YouTube)

Am Mittwoch hatte Musk flapsig auf Kritik eines institutionellen Tesla-Aktionärs reagiert. Der Teilhaber fordert zwei zusätzliche, unabhängige Mitglieder im Verwaltungsrat, der derzeit von Musk-Vertrauten dominiert ist, und eine Trennung des Postens des Verwaltungsratsvorsitzenden von jenem des CEO. Derzeit übt Musk beide Funktionen aus, was zu Interessenkonflikten führen kann. Der Verwaltungsrat bestellt und überwacht im Auftrag der Eigentümer das Management.

"Diese Investoren sollten Ford-Aktien kaufen", twitterte Musk, "Deren Governance ist wunderbar…" Ford wird weiterhin von Henry Fords Nachfahren kontrolliert. Dann fügte Musk hinzu: "Übrigens habe ich schon gesagt, dass wir [im Rahmen der Übernahme von Solar City dem Tesla-Verwaltungsrat] mehr unabhängige Mitglieder hinzufügen werden. Das werden wir bald bekanntgeben, aber diese Investoren haben damit nichts zu tun."

Die Tesla-Aktie hatte erst diese Woche General Motors überholt. Damit ist der Elektrofahrzeug-Hersteller zurzeit das teuerste US-Unternehmen der Branche. Damit das so bleibt, muss Tesla aber die Gewinnzone erreichen: Für 2017 rechnen Analysten mit einem Verlust von 950 Millionen US-Dollar, für GM kalkulieren sie dagegen einen Gewinn von rund neun Milliarden Dollar. (ds)