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Tesla: Größter Rückruf der Firmengeschichte trifft Model S

Wegen rostgefährdeter Schrauben aus deutscher Produktion ruft Tesla mehr als 120.000 Elektroautos des Models S zurück. Für die Fahrer bestehe keine Gefahr und es sei auch kein Unfall deswegen bekannt.

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(Bild: dpa, Ian Langsdon/Archiv)

Der Elektroautohersteller Tesla ruft insgesamt 123.000 Model S zurück, weil es bei zu kaltem Wetter zu Rostbildung an bestimmten Schrauben kommen kann. Das berichtet CNN unter Berufung auf einen Sprecher des Unternehmens. Betroffen ist demnach die Servolenkung von Fahrzeugen, die vor April 2016 gefertigt wurden. Bislang gebe es keine Berichte über Unfälle oder Verletzungen wegen der betroffenen Teile. Das Unternehmen habe E-Mails an alle betroffenen Besitzer gesendet.

Dem Bericht zufolge ist ein bestimmtes Streusalz verantwortlich für die Probleme, es wird in einigen Regionen mit kaltem Klima eingesetzt. Die Schrauben stammen laut der Süddeutschen Zeitung vom deutschen Zulieferer Bosch. Betroffene können die Fahrzeuge demnach aber gefahrlos weiterhin benutzen. Der Austausch der Komponenten erfolge vorsichtshalber und auf freiwilliger Basis.

Für den Konzern kommt dieser Rückruf zu einer ungünstigen Zeit, ist doch der Aktienkurs im vergangenen Monat bereits um 25 Prozent abgesackt. Nach der Bekanntgabe des Rückrufs sank er im nachbörslichen Handel noch einmal um 4 Prozent.

Der Kurs war unter anderem abgestürzt, nachdem öffentlich wurde, dass die US-Behörde für Transportsicherheit NTSB einen tödlichen Crash mit einem Tesla untersucht. Die Aufseher prüfen, ob Teslas Fahrassistenz-Programm "Autopilot" zum Zeitpunkt des Unfalls eingeschaltet war. Der Unfall hat sich vergangene Woche nahe der kalifornischen Stadt Mountain View ereignet. Dabei war ein Tesla Model X gegen einen Betonpoller gefahren, der die Fahrbahnhälften trennt, und sei in Brand geraten. Außerdem sind zwei Fahrzeuge in das Auto gefahren. Der Elektrowagen sei so stark beschädigt, dass Tesla dessen Daten noch nicht abrufen konnte. (mho)

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