Tesla besorgt sich frische Milliarden - obwohl Musk den Sinn nicht sieht

Laut Elon Musk ist es sinnlos, seine Firma Tesla macht es trotzdem: Durch neue Aktien kommt frisches Geld zu Lasten bestehender Aktionäre herein.

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Tesla-Ladesäulen in Hope, Britisch-Kolumbien, Kanada

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

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Tesla wird an der Börse neue Aktien im Wert von etwa zwei Milliarden US-Dollar (zirka 1,8 Milliarden Euro) feilbieten. Die ausführenden Banken dürfen zusätzlich Aktien für 300 Millionen Dollar erwerben. "Tesla beabsichtigt, den Erlös zur Stärkung der Bilanz und für allgemeine Firmenzwecke zu verwenden", heißt es in der Mitteilung des Elektroautoherstellers.

Im vierten Quartal 2019 hat Tesla den zweiten Quartalsgewinn in Folge eingefahren. Der nun angekündigte Schritt überrascht, hat CEO Elon Musk doch erst vorvorige Woche den Wunsch nach zusätzlichem Kapital in Abrede gestellt. In der üblichen Telefonkonferenz mit Finanzanalysten anlässlich der Bekanntgabe der Quartalszahlen sagte Musk: "Es hat keinen Sinn, Geld aufzustellen", weil seine Firma positiven Cashflow erwirtschaften werde.

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Die Anteile bestehender Aktien "zu verwässern, um Schulden abzuzahlen, klingt nicht nach einem weisen Schritt", meinte Musk. Nun macht Tesla das dennoch. Und Musk selbst wird neue Aktien im Wert von zehn Millionen Dollar aufkaufen. Solch Einsatz eigener Mittel soll das Vertrauen anderer potenzieller Investoren stärken. (ds)