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Tesla bietet US-Kunden eigene Autoversicherung

Eine günstigere Autoversicherung verspricht Tesla in Kalifornien und bald weiteren US-Staaten. Das ist leicht, sind Teslas doch sonst kostspielig zu versichern.

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Schwarzes Tesla Model 3

(Bild: heise online / ds)

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Tesla Insurance ist ein neues Angebot des Elektroautoherstellers Tesla an Besitzer eines Model 3, X oder S in den USA. Die Kfz-Versicherung kann online abgeschlossen werden und soll "bis zu 20 Prozent niedrigere Versicherungsprämien und in manchen Fällen sogar 30 Prozent" bringen. Los geht es in Kalifornien in Zusammenarbeit mit der Versicherungsgesellschaft State National. Weitere US-Staaten sollen folgen.

In Tesla-Foren häufen sich in den vergangenen Monaten Berichte über stark gestiegene Prämien verschiedener Versicherer. Geico, der zweitgrößte Autoversicherer der USA, stuft offenbar alle Tesla-Fahrzeuge als "performance car" ein. Damit fallen diese E-Autos in die besonders teure Kategorie der Sport-, Protz- und Luxuskarossen.

Und manche Versicherungen legen überhaupt wenig Interesse an den Tag, Tesla-Autos zu versichern. Der Erwerb einer Police kann dann erstaunlich kompliziert sein. Bereits voriges Jahr hat eine Analyse von 24/7 Wall St. von 575 Automodellen der Baujahre 2014 bis 2016 ergeben, dass das Tesla Model S das in den Vereinigten Staaten am teuersten zu versichernde Auto ist.

Das erleichtert es Tesla, die gängigen Versicherungen zu unterbieten. Hinzu kommt, dass Tesla über eigene Werkstätten verfügt und Ersatzteile ohne Einzelhandelsaufschlag liefern kann. Tesla-Chef Elon Musk hatte bereits im April für Mai ein eigenes Versicherungsangebot angekündigt. Es hat nun etwas länger gedauert. In Australien und Hongkong vermittelt Tesla bereits seit 2016 Versicherungen für Tesla-Fahrzeuge.

"Wir kennen das Risikoprofil unserer Kunden direkt, basierend auf dem Auto", sagte Musk im April, "Wenn sie Tesla Insurance kaufen möchten, müssen sie zustimmen, das Auto nicht in verrückter Weise zu fahren. Oder sie können das tun, aber dann sind ihre Versicherungsprämien höher." Der Manager will von "Informationsarbitrage" profitieren. Grundsätzlich hat seine Firma ja Zugriff auf die kompletten Daten darüber, wann das Auto wo in welcher Weise gefahren wird.

Die bei der zuständigen kalifornischen Behörde eingereichten Unterlagen führen laut CleanTechnica allerdings nicht aus, dass solche Informationen derzeit für die Prämienbemessung herangezogen werden. Der Vorgang umfasst mehr als 4000 Seiten und kann auf der Behördenwebseite nach Eingabe der CDI File # 18-5922 heruntergeladen werden. Die wichtigsten Parameter zur Prämienbemessung neben Fahrzeugtyp und Nutzungsweise bleiben bis auf Weiteres wohl Fahr- und Unfallgeschichte, Bonitätsbewertung, Geschlecht und Alter des Kunden.

Teslas Modellpalette (23 Bilder)

Der Roadster war Teslas erstes Serienauto, das neue Modell soll 2020 auf den Markt kommen.
(Bild: Tesla)

(ds)