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Tesla meldet Rekordlieferzahlen, Anleger trotzdem enttäuscht

97.000 E-Autos bringt Tesla im 3. Quartal an den Mann, so viel wie noch nie. Doch das reicht vielleicht nicht, um das Jahresziel zu erreichen. Die Aktie fällt.

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Tesla-Geschäft in Schanghai

(Bild: Strefan Wagener CC BY 2.0)

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Tesla hat im 3. Quartal des Jahres gut 96.000 E-Autos hergestellt und etwa 97.000 an Kunden ausgeliefert. Das hat das Unternehmen Mittwoch nach Börsenschluss mitgeteilt. Danach hat sich die Tesla-Aktie im nachbörslichen Handel um vier Prozent verbilligt. Denn die Anleger sind enttäuscht.

Zwar konnte Tesla den eigenen Rekord aus dem Vorquartal leicht übertreffen, doch wurde das von Firmenchef Elon Musk in einem internen Rundschreiben ausgegebene Ziel von 100.000 Auslieferungen verfehlt. Auch die von Finanzanalysten durchschnittlich erwartete Marke von 99.000 wurde knapp nicht erreicht.

Hinzu kommt, dass der Autohersteller seinen Absatz im laufenden Quartal um mehr als acht Prozent steigern muss, um das von Musk offiziell gesteckte Ziel von 360.000 bis 400.000 Auslieferungen im Gesamtjahr 2019 zu erreichen. Noch vor Jahresende soll Teslas Fabrik in China die Produktion aufnehmen. Wenn das gelingt, und eine Logistikkette für Auslieferungen bereit steht, sollte die untere Grenze des Ziel erreicht werden können.

Etwa 80.000 der neuen Teslas des dritten Quartals waren günstigere Model 3, der Rest entfiel auf die hochpreisigen Model S und X. Damit liegt der durchschnittliche Verkaufspreis deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Sein Finanzergebnis des dritten Quartals wird das Unternehmen voraussichtlich Mitte November bekanntgeben. Aus den Verkaufszahlen lässt sich nicht schließen, ob Tesla weiter Verluste gemacht hat oder es in die Gewinnzone geschafft hat.



Das dritte Quartal soll auch einen neuen Rekord bei Nettobestellungen gebracht haben, so dass Tesla mit der bislang längsten Bestellliste das vierte Quartal in Angriff nimmt. Konkrete Zahlen verrät der Hersteller dazu allerdings keine. (ds)