Tesla streicht zweiten Quartalsgewinn in Folge ein

Im vierten Quartal übertraf Tesla die Markterwartungen mit einem Gewinn von 105 Millionen US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 25 Prozent.

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Skelett des Model Y im Tesla-Werk Freemont.

(Bild: Tesla)

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Tesla hat sich dank hoher Nachfrage in Europa und China zum Jahresende überraschend gut geschlagen und kommt mit seinen neuen Projekten schneller voran als erwartet. In den drei Monaten bis Ende Dezember schaffte das Unternehmen das zweite Quartal mit schwarzen Zahlen in Folge – der Gewinn übertraf die Erwartungen klar. Zudem stellte Tesla für 2020 Auslieferungen von mehr als 500.000 Autos in Aussicht. Nachdem mit dem Mittelklassewagen Model 3 viele neue Kunden erreicht werden konnten, soll schnell das Kompakt-SUV Model Y den Markt erblicken.

Die Tesla-Aktie legte nachbörslich zeitweise um rund zwölf Prozent zu und überschritt erstmals die Marke von 600 US-Dollar. Teslas Gewinn im Vorquartal, Rekordauslieferungen, der Produktionsbeginn des Werks in China und die ambitionierten Pläne für die erste europäische Fabrik in Grünheide bei Berlin hatten den Kurs bereits in den vergangenen Monaten befördert. Seit Jahresbeginn hat die Aktie um 39 Prozent zugelegt, seit Herbst hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.

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Mit einem Börsenwert von zuletzt knapp 105 Milliarden Dollar wird Tesla am Finanzmarkt inzwischen deutlich höher gehandelt als die beiden an Produktion und Marktanteilen gemessen größten US-Hersteller General Motors (GM) und Ford zusammen. Kürzlich zog Tesla am weltgrößten Hersteller Volkswagen vorbei, auch wenn der Vergleich hier wegen der unterschiedlichen Kapitalstrukturen etwas schwieriger ist.

Ob Teslas Geschäftszahlen diese Euphorie rechtfertigen, steht auf einem anderen Blatt. Im vierten Quartal übertraf Tesla die Markterwartungen mit einem Gewinn von 105 Millionen Dollar (95 Millionen Euro), verglichen mit dem Vorjahreswert ist dies allerdings ein Rückgang um 25 Prozent. Der Umsatz fiel mit 7,4 Milliarden Dollar zwar deutlich höher aus als angenommen, im Jahresvergleich ergibt sich hier aber nur ein leichter Anstieg um zwei Prozent. Der erste Jahresgewinn seit Unternehmensgründung 2003 lässt weiter auf sich warten. 2019 fiel unterm Strich ein Verlust von 862 Millionen Dollar an. Das waren immerhin weniger als die 976 Millionen Dollar Miesen im Vorjahr.

Teslas Modellpalette (33 Bilder)

Der Roadster war Teslas erstes Serienauto, das neue Modell soll 2020 auf den Markt kommen.
(Bild: Tesla)

Teslas Plan, mit dem Model 3 den Massenmarkt zu erobern und dabei Geld zu verdienen, könnte aufgehen. 2020 will Tesla mehr als 500.000 Autos ausliefern, im Vorjahr waren es 367.500. Im US-Werk in Fremont laufe die Fertigung des Kompakt-SUV Model Y bereits an – damit sei Tesla seinem eigenen Zeitplan voraus, heißt es im Brief an die Aktionäre. (anw)