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Test: Rasend schneller Quadrokopter DJI Mavic Air mit 4K-Kamera

Die Videodrohne DJI Mavic Air ist kompakt, zeichnet in 4K-Auflösung auf und vereint die meisten Stärken ihrer Schwestermodelle Mavic Pro und Spark.

Test: Zusammenklappbarer Quadrokopter DJI Mavic Air mit 4K-Kamera

DJI Mavic Air

(Bild: c't)

Die DJI Mavic Air könnte für viele Drohnenpiloten den idealen Kompromiss bilden: Zusammengeklappt fällt sie kompakter aus als DJIs kleinstes Modell Spark (ab 389 €), ist aber technisch eher mit der hochwertigen Mavic Pro verwandt. Von der Pro erbt sie unter anderem die für den Transport einklappbaren Rotorausleger. Die Rotoren selbst lassen sich nicht zusammenklappen, da laut Hersteller die Flugzeit darunter leiden würde. Die mitgelieferte Transportbox ist dennoch kaum größer als ein Schminktäschchen.

Mit sieben Kameras für den Kollisionsschutz scannt die Drohne nicht nur vorne und unten nach Hindernissen, sondern wie die Mavic Pro auch nach hinten. Im neuen APAS-Modus (Advanced Pilot Assistance Systems) soll die Drohne automatisch Objekte in der Flugbahn umfliegen – bisherige Quadrokopter bleiben einfach stehen. Im Test funktionierte das Umfliegen beispielsweise bei dünnen Bäumen gut, bei größeren Hindernissen stoppte auch die Mavic Air.

Der in drei Achsen gelagerte Gimbal hält die Kamera fast in allen Flugsituationen stabil, im Video treten deutlich weniger Bewegungen auf als bei der Spark mit 2-Achsen-Stabilisierung. Verwackelungen gibt es nicht – allerdings hält die Drohne bei Wind nicht immer ihre genaue Position, wodurch sich dann der Bildausschnitt ungewollt verschiebt.

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Die Kamera nimmt Videos in 4K-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde und 100 MBit/s auf und übertrifft damit sogar die Mavic Pro; Full-HD-Videos sogar mit bis zu 120 fps. Die Bildqualität entspricht in etwa der guter Smartphone-Kameras. Unter winterlich bewölktem Himmel fehlt es an Kontrast.

Panoramabilder lassen sich in einem automatischen Modus mit 32 Megapixel aufnehmen. Sie werden aus 25 Einzelbildern zusammengesetzt. Die erforderlichen Drehungen vollführt die Drohne selbstständig. Außerdem sorgen zahlreiche vorprogrammierte Flugmanöver für schnelle Erfolgserlebnisse und beeindruckende Aufnahmen, wie der neue Asteroid-Modus, bei dem es so wirkt, als stürze die Drohne auf einen Miniplaneten.

Im Test flog die Mavic Air mit einer Akkuladung gute 18 Minuten, drei Minuten weniger als die von DJI angegebene Maximalflugzeit. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 68 km/h ist sie die bislang schnellste DJI-Drohne. Theoretisch liegt die maximale Signalreichweite von Drohne und Fernsteuerung bei 4 Kilometern, bei der EU-Version bei 2 Kilometern. Hierzulande darf man aber sowieso nicht außer Sichtweite fliegen.

Ein Android- oder iOS-Smartphone dient als Fluganzeige und wird in die mitgelieferte Fernsteuerung eingespannt. Verbinden lassen sich beide über ein kurzes USB-Kabel – Exemplare für Micro-USB-, Typ-C- und Lightning-Anschlüsse liegen bei. Menüpunkte, Flugdaten und vor allem Warnmeldungen stellt die App zu klein dar, sodass man die Informationen während eines fordernden Fluges kaum erfassen kann. Die Steuerung per Smartphone und vor allem per Handgesten funktioniert so unzuverlässig, dass wir aus Sicherheitsgründen davon abraten, ohne Fernsteuerung zu fliegen. Diese Kritikpunkte teilt sich die Mavic Air mit den meisten anderen DJI-Modellen.

Zu den größeren Drohnen Mavic Pro (ab 829 €) oder gar Phantom 4 Pro (ab 1249 €) zu greifen lohnt sich nur, wenn man sich höherwertige Kamerabilder wünscht oder längere Flugzeiten. Bei der gut 600 Euro teuren DJI Spark muss man hingegen auf 4K-Auflösung und rückseitige Sensoren verzichten und sowohl beim Flugverhalten als auch bei der Bildqualität Abstriche machen. In der Fly More Combo (ab 894,90 €) liegen der Mavic Air unter anderem zwei weitere Akkus, ein Mehrfachladegerät und zusätzliche Ersatzrotoren bei.

DJI Mavic Air
Größe flugbereit / transportbereit (L × B × H) 272 mm × 297 mm × 59 mm / 167 mm × 86 mm × 48 mm
Gewicht 436 g
Akku / Flugzeit 2970 mAh / 18 min
Auflösung Foto / Video 12 MP / 4K (30 fps)
Sensorgröße / Brennweite / Blende 1/2.3" / 24 mm / f2.8
Preis ohne / mit Fly More Combo 800 € / 1050 €

(Hannes A. Czerulla) / (mfi)

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