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Test für Katastrophenalarm aufs Handy weckt halb Neuseeland

Entwickler in Europa haben am Montag versehentlich mehrere Katastrophenalarme an unzählige Mobiltelefone in Neuseeland verschickt, wo Menschen unsanft aus dem Schlaf gerissen wurden. Eigentlich sollte das Warnsystem intern getestet werden.

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Test für Katastrophenalarm aufs Handy weckt halb Neuseeland

(Bild: Gauthier DELECROIX - 郭天, CC BY 2.0 )

Geweckt durch einen Software-Test.

(Bild:  @gobeirne )

Ein Entwicklerteam hat mitten in der Nacht zu Dienstag offenbar knapp die Hälfte aller Neuseeländer geweckt, als es Testwarnungen an Millionen Mobiltelefone verschickte. Wie der New Zealand Herald zusammenfasst, gingen auf den Handys ab 1:32 Uhr in der Nacht bis zu drei Katastrophenalarme ein, die auch mit besonders schwer zu ignorierenden Tönen auf sich aufmerksam machten. In den Meldungen stand, dass es sich lediglich um einen Test handle. Das zuständige Ministerium für Zivilverteidigung und Katastrophenmanagement entschuldigte sich dafür. Die Warnungen seien nicht für die Bevölkerung bestimmt gewesen: "Das ist komplett inakzeptabel, ich übernehme die volle Verantwortung und entschuldige mich bei allen, die dadurch geweckt wurden", sagte die zuständige Chefin.

Der Entwickler der Technik sitzt demnach in Europa, wo die Testnachrichten am Montagnachmittag lokaler Zeit verschickt wurden. Die Alarmmeldungen sollen die Bevölkerung zukünftig vor Gefahren warnen und ab Ende des Jahres Leben retten. Das Ministerium hofft nun jedoch vor allem, dass die Bevölkerung durch den Fehler nicht abgeschreckt wurde. An wie viele Mobiltelefone die Nachrichten insgesamt gingen, ist nicht bekannt. Betroffen waren dem Bericht zufolge aber nur Vodafone-Kunden – ohne dass der Provider dafür etwas konnte, wie das Ministerium betonte. Insgesamt wären das aber rund 2,4 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte aller Einwohner des Staates im Südpazifik. Der wird immer wieder von Erdbeben erschüttert, bei denen das Alarmsystem künftig eingesetzt werden soll. (mho)

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