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Testfeld für autonomes Fahren in Baden-Württemberg vor Probebetrieb

In der Region Karlsruhe sollen auf einem Testfeld erste Schritte hin zum autonomen Fahren erprobt werden - auf normalen Straßen.

Testfeld für autonomes Fahren in Baden-Württemberg vor Probebetrieb

Vor dem Start des Probebetriebs kommt der Aufbau der Technik für das Testfeld zum autonomen Fahren in Baden-Württemberg voran. In Karlsruhe wurden nach Angaben des Forschungszentrums Informatik (FZI) seit dem Spätsommer Kameras für die erste Messstation an einer Kreuzung installiert. Bei einem Bürgerforum am Freitag informierten Experten und Vertreter der Stadt rund 100 Interessierte über den aktuellen Stand der Planung.

Eine Stadtsprecherin sprach von einer "sehr zugewandten Stimmung" für das Thema bei der Veranstaltung. Am meisten habe die Bürger interessiert, wie das selbstständige Fahren konkret vor Ort funktionieren soll, wann es verwirklicht wird und auch, was mit den gesammelten Daten und Bildern passiert. Die ersten autonomen Kleinbusse könnten nach Schätzung der Stadt ab 2019 durch die Straßen kurven.

Für Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) bietet das Testfeld zwischen Karlsruhe, Bruchsal und Heilbronn viele Chancen. Im Mittelpunkt stünden technisch-wissenschaftliche Fragen, teilte er vor der Veranstaltung mit. "Aber das Testfeld bietet auch Gelegenheit, neue Mobilitätsangebote zu testen. Denken Sie etwa an Carsharing mit autonom fahrenden Fahrzeugen. Und schließlich gilt es, juristische Rahmenbedingungen im Versicherungsrecht oder auch im Datenschutzrecht fortzuentwickeln." Er betonte, bei den Testfahrten auf den technisch speziell ausgerüsteten Straßen sei immer ein Fahrer an Bord. "Denn selbstverständlich darf durch den Testfeldbetrieb auf unseren Straßen kein zusätzliches Risiko für andere Verkehrsteilnehmer entstehen."

Das Testfeld soll Ende des Jahres in den Probebetrieb gehen und ist auf fünf Jahre ausgelegt. Träger ist ein Konsortium aus den Städten Karlsruhe und Bruchsal, dem Karlsruher Verkehrsverbund KVV, dem FZI, Hochschulen und weiteren Partnern. (dpa) / (hos)

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