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Testversion: Fritzbox-Firmware für Vectoring und ohne Telnet

Mit den gerade veröffentlichten Labor-Firmware-Versionen für die Fritzboxen 7490, 7360, 7330 und 7272 deaktiviert AVM den oft für Modifikationen genutzten Telnet-Zugang zu seinen Routern. Verbesserungen gibt es in der Oberfläche und beim DSL.

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Fritzbox Router

(Bild: AVM)

AVM hat die neue Testversion FRITZ!OS 6.25-30593/30630 für seine Fritzbox-Modelle 7490, 7360, 7330 und 7272 veröffentlicht. Für weitere Modelle will der Hersteller die bei AVM "Labor" genannten Testversionen in Kürze nachliefern. Neben Verbesserungen beim Einrichten und im DSL-Teil der Firmware sichert AVM sein Router-Betriebssystem damit weiter ab: Der bislang nur deaktivierte Telnet-Dienst fällt weg. Wer AVMs Netzwerkvorgaben überschreiben wollte oder musste, gelangte meist nur über Telnet zum Ziel.

Wie AVM-Sprecher Urban Bastert gegenüber heise Netze erklärte, "war und ist Telnet kein Leistungsmerkmal der Fritzbox". Allerdings führte das versehentliche Aktivieren dieses Dienstes bei den Nutzern immer wieder zu Irritationen, denn ein einmal laufendes Telnet lässt sich nur durch ein Recovery der Firmware abschalten. Unabhängig davon verhindere das nicht, dass der Nutzer selbst erstellte Firmware auf einer Fritzbox installieren könne, wenn er es tatsächlich möchte. Solche Eigenentwicklungen und Beteiligungen unterstütze AVM außerdem durch sein Fritzbox-Labor, die ausführlichen Schnittstellenbeschreibungen und die Veröffentlichungen der GPL-Pakete des jeweiligen Firmware-Releases, erklärt Bastert abschließend.

Die nun veröffentlichte Vorschau auf die Fritzbox-Firmware bringt weitere Neuerungen mit: So gibt es etwa auf der Weboberfläche einen neuen Assistenten, der bei der Umstellung von Festnetz- zu VoIP-Telefonie an Telekom-Anschlüssen hilft (All-IP). Bei Vodafone-Anschlüssen erkennt der Installationsassistent den Anschlusstyp automatisch und die Bedienoberfläche bewertet die Qualität des eingegebenen Fritzbox-Passworts in einer Anzeige. Außerdem verhindert die Test-Firmware, dass Rufumleitungen zu Sonderrufnummern eingerichtet werden können.

Unter der Oberfläche hat AVM den Datendurchsatz bei Vectoring-Anschlüssen verbessert. So soll die "Impulse Noise Protection" für ein besseres Signal-Rausch-Verhalten bei der Übertragung sorgen, sodass Internetanwendungen robuster laufen. Und die Test-Firmware soll den Abruf von Webseiten durch verringerte Latenz bei HTTP-Anfragen selbst dann beschleunigen, wenn die DSL-Leitung ausgelastet ist, schreibt der Hersteller in seiner Ankündigung. Außerdem stellt die Fritzbox nun weitere DSL-Diagnosedaten bereit. (rek)