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Texanische Staatsanwaltschaft verhaftet erste MySpace nutzende Sexualstraftäter

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Die texanische Staatsanwaltschaft feiert einen ersten wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem "sichereren Internet". Nach zwei Wochen Ermittlungen habe sie die ersten sieben vorbestraften Sexualstraftäter verhaftet, die einen Account beim Sozialnetzwerk MySpace besitzen. Ihre Identitäten seien mit Hilfe von Daten aufgedeckt worden, die die MySpace-Betreiber nach politischem Druck aus diversen US-Bundesstaaten ausgehändigt hatten.

Sechs der nun verhafteten MySpace-Nutzer – ausschließlich Männer – werden beschuldigt, durch die Aktivierung eines MySpace-Accounts gegen gerichtliche Auflagen verstoßen zu haben, nicht das Internet zu nutzen. Der siebte Beschuldigte habe sich nicht pflichtgemäß als Sexualstraftäter registrieren lassen. Der texanische Justizminister Greg Abbott betont, die Texaner tolerierten keine Kriminellen, die es auf Kinder abgesehen hätten. Er weist darauf hin, dass die MySpace-Seite insbesondere von Minderjährigen genutzt wird.

Mitte Mai hatten die Justizminister von acht US-Bundesstaaten MySpace aufgefordert, die Namen und Profile von Nutzern herauszugeben, die wegen Sexualstraftaten vorbestraft sind. Der Website-Betreiber weigerte sich zunächst mit Berufung auf den Datenschutz, woraufhin die acht Minister MySpace erneut eine Aufforderung zuschickten, in der sie den Betreibern eine Frist von 90 Tagen einräumten. Daraufhin gab MySpace nach.

Abbott gehörte nicht zu den acht Ministern, die öffentlichen Druck auf MySpace ausgeübt hatten. Stattdessen war er vor Gericht gegangen, um eine Verfügung zu erlangen. Die Website-Betreiber hatten angekündigt, allen Bundesstaaten Daten zu übergeben, die beim Durchkämmen der Nutzerdatenbank mit Hilfe der Software "Sentinel Safe" ausgesiebt werden. (anw)