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Thales übernimmt Gemalto

Der französische Luftfahrt- und Rüstungskonzern Thales übernimmt den aus den Niederlanden stammenden Chipkartenhersteller Gemalto für 4,8 Milliarden Euro.

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Thales übernimmt Gemalto

(Bild: Gemalto)

Wenige Tage nachdem der niederländische Chipkartenhersteller Gemalto ein Übernahmeangebot des französischen Atos-Konzerns abgelehnt hat, endet nun doch die Selbständigkeit von Gemalto. Die Manager sind sich mit der Führung des aus Frankreich stammenden Luftfahrt- und Rüstungsherstellers Thales handelseinig geworden: Die Franzosen zahlen den Gemalto-Eignern 51 Euro pro Aktie, insgesamt knapp 4,8 Milliarden Euro. Das Angebot bedeute einen Aufschlag von 57 Prozent auf den Aktienkurs vom 8. Dezember, teilten beide Unternehmen mit. Eine Klausel des Übernahme-Deals erlaubt es aber den Niederländern, noch umzuschwenken, falls sich ein Inverstor findet, der ein um mindestens neun Prozent besseres Angebot abgibt.

Von der Zusammenlegung der Thales-Aktivitäten im Bereich Sicherheit mit dem Geschäft von Gemalto erwarten sich die Unternehmen Einsparungen von 100 bis 150 Millionen Euro bis zum Jahr 2021. Die Arbeitsplätze der Gemalto-Mitarbeiter seien aber mindestens bis Ende 2019 sicher, betonten die Unternehmen. Auch die Marke Gemalto sowie die Amsterdamer Firmenzentrale sollen erhalten bleiben. (hos)

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