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The Element: Intel zeigt PCI-Express-Karte mit CPU, RAM und SSD

"The Element" ist eine neue Form von Rechenmodul, das im Dual-Slot-Format mit PCI-Express-x16-Stecker vergleichsweise leistungsstark ausfällt.

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(Bild: Anandtech )

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Intel hat den Prototyp eines Rechenmoduls mit dem Projektnamen The Element gezeigt. Das Modul kommt in der Bauform einer Grafikkarte in einen PCI-Express-x16-PEG-Steckplatz, beinhaltet jedoch alle Komponenten, die ansonsten auf einem Mainboard sitzen: Einen Prozessor, Arbeitsspeicher und mindestens eine (NVMe-)SSD. Verglichen mit früheren – inzwischen eingestellten – Compute-Karten von Intel ist The Element deutlich größer.

Intel möchte diese Rechenmodule und passende Basis-Mainboards an PC-Hersteller liefern, die daraus Komplett-PCs bauen. Die Mainboards können weitere PCI-Express-Stecker enthalten, zum Beispiel für dedizierte Grafikkarten – das Rechenmodul stellt dabei immer das übergeordnete Host-Gerät dar. Gegenüber der Webseite Anandtech betonte Intel den derzeitigen Vorserienstatus.

Ein PC mit einem solchen Rechenmodul soll sich einfach upgraden lassen. Nutzer können das Gehäuse, das Basis-Mainboard und das Netzteil behalten und mit einer neuen Generation die Compute-Karte aufrüsten.

Der gezeigte Prototyp läuft mit einem verlöteten Xeon-Prozessor samt integrierter GPU. Zusatz-Controller stellen 4 × USB 3.2 Gen 1 (5 Gbps), 2 × Gigabit-Ethernet, HDMI 2.0 und 2 × Thunderbolt 3 bereit. Der Arbeitsspeicher und die SSDs lassen sich dank SO-DIMM-Steckern und M.2-Anschlüssen austauschen. Die Kühlung übernimmt ein Radiallüfter mit daneben liegendem Kühlkörper. Eine solche Konfiguration wäre primär für Profi-Anwender interessant.

Die Anschlüsse des Rechenmoduls.

(Bild: Anandtech )

In diesem Fall setzt Intel auf einen zusätzlichen 8-Pol-Stromstecker. Es soll in Zukunft allerdings unterschiedliche Konfigurationen geben. Eine schwächere Variante, zum Beispiel mit mobilen U-Prozessoren, könnte die Energie über den PCI-Express-Steckplatz beziehen und käme ohne Stromanschluss aus. Intel selbst könnte damit neue NUC-Systeme auflegen, wie im Mai 2019 durch die NUC Compute Elements in Aussicht gestellt. Die Kühllösung möchte Intel wahlweise mitliefern, OEMs dürfen aber auch eigene entwickeln. Der Marktstart soll im Frühling 2020 erfolgen. (mma)