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The GIMP 2.1 -- der Umbau geht weiter

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In der jüngst veröffentlichten Version 2.0 der Open-Source-Bildbearbeitung "The GIMP" stecken drei Jahre Arbeit. Sie haben die Basis für eine freundlichere Arbeitsumgebung sowie grundlegend neue Funktionen geschaffen -- unter anderem für zusätzliche Farbräume, 16-Bit-Unterstützung sowie Einstellungsebenen.

Neugierige Linuxer können sich nun mit der aktuellen Entwicklerversion 2.1 einen Vorgeschmack auf die für Sommer angekündigte nächstgrößere Stufe 2.2 verschaffen. Sie lässt hoffen, dass das auf Quellcode-Ebene komplett neu geordnete, modularisierte GIMP tatsächlich wie versprochen wesentlich kürzere Updatezyklen und eine zügige Weiterentwicklung zulässt.

Wie schon in Version 2 galt das Hauptaugenmerk der Pflege der Bedienschnittstelle -- teilweise nur kleine Verbesserungen, die aber das Leben mit GIMP deutlich angenehmer gestalten. Dafür wurden weitere Funktionen von GTK+ 2.4 eingebunden. Datei-Dialoge werden nun vom GtkFileChooser bestimmt, für den Menüaufbau zeichnet sich der GtkUIManager verantwortlich, welcher Menüs zur Laufzeit aus XML-Dateien erstellt. Der Nutzer kann somit die Menüeinträge selbst anordnen, indem er die entsprechenden XML-Dateien ändert. Hotkeys sollen jetzt unabhängig vom aktiven Fenster (Palette) funktionieren -- womit man Bilder auch dann ein- oder auszoomen kann, wenn man gerade in einem der Palettenfenster arbeitet. Die Maßeinheit für Koordinaten und Lineale lässt sich jetzt bequem über die Statusleiste ändern.

Allgemein wollen die Entwickler mehr Konsistenz zu anderen Linux-Anwendungen herstellen. Weite Teile der Oberfläche wurden in Anlehnung an die GNOME Human Interface Guidelines (HIG) umgebaut, ebenso wie die überwiegend recht individuell gearteten Plug-in-Dialoge (Script Fu). Mit der HIG-Konformität ist wohl so eine Art Dauerbaustelle eingerichtet worden, auf der auch in künftigen Releases kräftig weiter gearbeitet werden soll.

Beim Großprojekt Modularisierung hat man sich diesmal GIMPs Malwerkzeuge vorgenommen: So wurde die Paint Engine vom Code des Malwerkzeugs getrennt, was neue Werkzeugarten wie etwa Vektor-basierende Pinsel ermöglichen soll.