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Thilo Weichert: "Google Glass ist eine Waffe"

Der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert hält die Google Glass für eine "Waffe zur Verletzung von Persönlichkeitsrechten". Das sagte er einem Fernsehmagazin, in dem es um Datenschutz-Probleme mit der Brille geht.

Thilo Weichert

(Bild: datenschutzzentrum.de)

Wenige Tage nachdem Google erstmals für eine begrenzte Zeit seine Google Glass frei verkauft hat, gibt es aus Deutschland heftige Kritik. Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert hat gegenüber dem ARD-Magazin Kontraste die Datenbrille als "Waffe zur Verletzung von Persönlichkeitsrechten", bezeichnet, die auf den Markt gebracht werde, "um Daten zu sammeln." Er halte das damit verbundene Geschäftsmodell für "hochproblematisch", weil es massiv in die Freiheitsrechte der Bürger eingreife.

Der Vorankündigung der Sendung zufolge äußert darin auch der auf Medienrecht spezialisierte Berliner Rechtsanwalt Jan Hegemann Sorgen. Besitzer der Glass könnten sich leicht strafbar machen, wenn sie Fotos von Personen im Internet veröffentlichten, ohne sie vorher um Erlaubnis zu fragen. Glass-Nutzer können die Kamera mit einfachen Sprachkommandos oder sogar einem Zwinkern auslösen. In dem Beitrag, der in der Sendung (Donnerstag – 21:45 Uhr, ARD) unter dem Titel "Mit der Hightech-Brille zum Straftäter?" ausgestrahlt wird, kommt auch c't-Redakteur Jan-Keno Janssen zu Wort.

[Update] Der Beitrag ist jetzt auch in der ARD-Mediathek zu sehen. (mho)

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