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Thimbleweed Park ist kostenlos im Epic Store

Epic verschenkt regelmäßig PC-Spiele, um Nutzer anzulocken. Epics neues Argument: Das Retro-Adventure Thimbleweed Park von Ron Gilbert.

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Thimbleweed Park kostenlos für Nutzer des Epic Store

(Bild: Terrible Toybox)

Das Retro-Adventure Thimbleweed Park ist ab dem 21. Februar kostenlos im Epic Store erhältlich. Das Angebot ist bis zum 7. März gültig. Man benötigt einen Account bei Epic und muss den Client installieren, um Thimbleweed Park kostenlos spielen zu können. Beim Konkurrenten Steam kostet Thimbleweed Park im Moment 20 Euro.

Thimbleweed Park ist ein Adventure-Spiel von Ron Gilbert, dem Schöpfer der Monkey-Island-Reihe. Das Spiel kam 2017 in den Handel, orientiert sich aber an den frühen Grafik-Adventure-Klassikern. Das bedeutet Pixel-Grafik, Aktionsverben und kruder Humor. Thimbleweed Park erzählt die Geschichte einer abgelegenen Stadt, in der mysteriöse Geschehnisse zur Tagesordnung gehören. Aus der Perspektive von fünf Protagonisten kommen Spieler im Verlauf der Story dem Geheimnis hinter einem verschollenen Unternehmer auf die Schliche.

Thimbleweed Park (9 Bilder)

(Bild: Terrible Toybox)

Mit modernen Design-Entscheidungen wollte das Team um Gilbert dafür sorgen, dass Thimbleweed Park sich nicht nur an Adventure-Veteranen richtet: "Die Nostalgie lässt uns viel positiver auf Dinge zurückblicken und dabei vergessen, dass sie vielleicht gar nicht so toll waren. Thimbleweek Park soll heute schon so gut sein wie die Adventures in unserer Erinnerung", sagte Gilbert 2017 im c't-Interview. Beispielsweise gibt es deshlab einen einfacheren Schwierigkeitsgrad, für den einige Rätsel entschärft wurden. Außerdem führt ein Tagebuch jederzeit klar auf, was als nächstes zu tun ist. Thimbleweed Park wurde gut aufgenommen, 93 Prozent der Nutzer-Reviews auf Steam sind positiv.

(Quelle: Ron Gilbert)

Im Epic Store soll Thimbleweed Park im Lauf des 21. Februars freigeschaltet werden. Epic Games bietet regelmäßig Gratis-Spiele auf der Plattform an, um Nutzer von Steam wegzulocken. Die Entwickler des Mega-Hits Fortnite haben außerdem Verträge mit Publishern geschlossen, um einige Titel zumindest vorübergehend exklusiv auf der eigenen Plattform anbieten zu können.

Gerade beim kürzlich erschienenen Metro Exodus wurde das zur Kontroverse: Spieler waren so verärgert über den abgesagten Steam-Start, dass sie Metacritic mit Negativ-Reviews zu dem Shooter fluteten. Der Epic Store bietet aktuell kein System für Nutzerbewertungen an. Auch ein Forum fehlt beim Epic Store – der Spiele-Laden ist unter anderem deswegen bei vielen Spielern weniger beliebt als das etablierte Steam. Für Publisher ist der Epic Store allerdings hochinteressant: Epic will nur 12 Prozent der Einnahmen, Steam-Entwickler Valve bis zu 30 Prozent. (dahe)