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ThinkGeek stellt Versandhandel ein

Am 2. Juli stellt ThinkGeek, der US-amerikanische Fachhandel für Nerdiges, den Betrieb ein. Ein Teil des Sortiments soll auf GameStop weiter erhältlich sein.

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(Bild: ThinkGeek)

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Schlechte Nachrichten für Nerds: Der für sein skurriles Sortiment bekannte US-amerikanische Versandhändler ThinkGeek macht zu. Bis zum 2.Juli gibt es noch einen zünftigen Räumungsverkauf mit bis zu 50 Prozent Rabatt auf Game-of-Thrones-Bierhumpen, Doctor-Who-Kaffeebereiter, Zelda-Fußmatten, Super-Mario-Seifenspender und die knallroten Deadpool-Plüschschlappen mit Karnickelschwänzchen. Auch auf Taschen und Rucksäcke, Kleidung und Geschirr erhält man aktuell zum Teil ordentlich Nachlass.

"Macht ThinkGeek zu?" steht ganz oben in der Kunden-FAQ auf der Webseite des Versenders. Die Antwort darauf lautet "Nein": ThinkGeek werde lediglich umfirmieren und unter dem Namen der Muttergesellschaft GameStop weiter existieren, die den Online-Händler 2015 für gut 140 Millionen US-Dollar übernommen hatte. Eine "kuratierte" Auswahl an "einzigartigen ThinkGeek-Artikeln" werde unter dieser Adresse weiter angeboten, verspricht die Kunden-FAQ. Auch die rund 40 ThinkGeek-Ladengeschäfte in den USA sollen nicht von der Schließung betroffen sein.

Was der Hersteller als bloße Umfirmierung darstellt, klingt jedoch eher so, als werde das Sortiment künftig erheblich kleiner ausfallen. Fans befürchten, dass es sich auf die umsatzstarken Lizenzprodukte reduzieren könnte. Artikel wie den Retro-Kassettenspieler mit iPhone-Einschub oder die Armbanduhr mit LEDs und Schlüssel zum Aufziehen, aber auch witzige Aprilscherze wie den 360-Grad-Selfie-Helfer wird es vermutlich demnächst nicht mehr geben.

Für Bestellungen, die nach dem 13.Juni gemacht wurden, gelten andere Regeln als bisher: Rückgabe oder Umtausch sind ausgeschlossen. Vorhandene Geek Points werden in Gutschriften umgerechnet, die die Kunden per E-Mail zugeschickt bekommen. Alle ThinkGeek-Accounts werden zum 2.Juli geschlossen und sind dann nicht mehr erreichbar. (dwi)