Menü

Thüringer Kultur-Tour-App seit einem Jahr verfügbar – Neue Touren

Seit knapp einem Jahr bietet Thüringen einen digitalen Kulturführer für den Freistaat an. Smartphone- und Tablet-Nutzer können mit der App auf Touren gehen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 44 Beiträge

Unteres Schloss – Greiz in Ostthüringen

(Bild: pixabay.com)

Von

Rund 2200 Mal ist die von der Thüringer Staatskanzlei finanzierte Kulturreise-App "Thuringia.MyCulture" bisher heruntergeladen worden. In vier Touren können Nutzer die Kulturlandschaft des Freistaats entdecken, wie die Thüringer Tourismus GmbH auf dpa-Anfrage mitteilte. Mit Rezensionen halten sich die Nutzer auf den Download-Portalen noch zurück.

Die Idee: Wer etwa in Erfurt unterwegs ist, kann sich mit der App auf "Zeitreise ins Mittelalter" begeben. An Standorten wie der Krämerbrücke oder der Alten Synagoge gibt es über die App Informationen, Anekdoten, Audio- oder Videobeiträge und 3D-Darstellungen. Auch außerhalb der Landeshauptstadt gibt es Angebote. Die App soll nicht nur Touristen, sondern auch Thüringer ansprechen.

Die Staatskanzlei hat für die Entwicklung der App 200.000 Euro zur Verfügung gestellt, gibt die Tourismusbehörde an. Grundsätzlich könnten sich alle Kultureinrichtungen oder interessierte Kommunen an die Staatskanzlei wenden, wenn sie konkrete Ideen für eigene Touren oder Punkte innerhalb der zweisprachigen App (Deutsch und Englisch) haben, hieß es.

Zum Bauhaus und der Moderne in Thüringen gibt es erst seit Kurzem Touren. Sie führen etwa durch Weimar als "Geburtsstadt" der Kunst- und Design-Schule. Mit der "Grand Tour der Moderne" geht es aber auch an andere mit dem Bauhaus verbundene Orte wie dem Haus des Volkes in Probstzella.

Aus Sicht von Uwe Richter, Dozent für Tourismus-Management an der Hochschule Harz in Wernigerode, können solche Apps helfen, den Tourismus anzukurbeln. Immer mehr Menschen setzten auf mobile Angebote, um sich vor, aber auch während einer Reise zu informieren, so Richter.

"Die Infrastruktur muss aber stimmen", sagte er. Dazu gehöre freies WLAN in den Städten. Zudem sei regelmäßig neuer und aktueller Inhalt wichtig. "Gut ist, wenn auch weitere Infos, wie Wetter und Veranstaltungen, gebündelt in der App angeboten werden." Richters Einschätzung nach sind solche Apps für einzelne Bundesländer bisher die Ausnahme. Meist seien diese eher auf Regionen zugeschnitten.

Die Anwendung für Smartphones und Tablets ist seit einem Jahr kostenlos über Download-Portale für Apps erhältlich. Nach Darstellung der Tourismusbehörde kann die App individuell genutzt werden, wird aber schon zumindest in Erfurt auch in Stadtführungen eingebunden. So könne damit Touristen etwa der Klang der großen und selten läutenden Gloriosa-Glocke des Erfurter Dom vorgespielt werden. (bme)