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"Tickende Zeitbombe": Windows XP noch immer verbreitet

Fast sieben Prozent aller deutschen Rechner mit Internetanschluss laufen noch unter Windows XP, ein halbes Jahr nach dem offiziellen Support-Ende. Dabei sind die Geräte nicht nur selbst gefährdet, sondern auch eine Gefahr für andere.

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Microsofts betagtes Betriebssystem Windows XP ist ein halbes Jahr nach dem Ende des Supports in Deutschland noch immer verbreitet. Den Messungen der Analysefirma Statcounter zufolge lief das System im September auf 6,89 Prozent der genutzten Rechner. Vor allem in Unternehmen finden Experten die Nutzung besorgniserregend. "Windows XP auf vernetzten Firmenrechnern ist eine tickende Zeitbombe", sagte Axel Oppermann, Analyst des Beratungshauses Avispador. Wer das System einsetze, handele "grob fahrlässig" und gefährde nicht nur sein eigenes Unternehmen, sondern auch seine Partner. "Es ist nicht die Frage, ob, sondern wann die IT gehackt werden wird."

Noch haben nicht alle abgeschaltet.

(Bild: Microsoft)

Microsoft hatte den Support für das mehr als 14 Jahre alte Betriebssystem am 8. April nach langer Vorlaufphase eingestellt. Zu dem Zeitpunkt hatten laut Statcounter noch immer 10,42 Prozent der Nutzer in Deutschland das System im Einsatz. Nur in Ausnahmefällen hatte Microsoft einigen Geschäftskunden noch weitere Unterstützung gewährt. Mit dem Wegfall des Supports werden auch Sicherheitslücken nicht mehr gestopft. Kleinen und mittelständischen Unternehmen bietet Microsoft mit Hilfe eines Partnernetzwerks Unterstützung beim Umstieg an.

Die Zahlen von Statcounter geben lediglich eine Tendenz wieder, sie sind nicht repräsentativ. Das Unternehmen wertet nach eigenen Angaben monatlich 15 Milliarden Seitenzugriffe auf 3 Millionen Websites aus, die Dienste des Unternehmens nutzen. (mho)

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