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Time Warner verdient am Fernsehen

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Fernsehen bleibt für den US-Medienkonzern Time Warner eine Goldgrube. Höhere Werbeeinnahmen sowie die Abogebühren für die beliebten HBO-Bezahlsender ließen den Umsatz im Schlussquartal 2010 um 8 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar (5,6 Milliarden Euro) steigen. Der Gewinn legte unterm Strich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 769 Millionen Dollar zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in New York mitteilte.

Im gesamten Geschäftsjahr wuchs der Umsatz von 25,3 Milliarden auf 26,8 Milliarden US-Dollar (19,4 Milliarden Euro). Der Nettogewinn legte von 2,51 Milliarden auf 2,57 Milliarden US-Dollar zu. Als besonders lohnende Produkte hebt der Konzern die Fernsehserie Two and a Half Men und die Kinofilme Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 1, Inception und Clash of the Titans hervor. Das DVD-Geschäft ließ im vergangenen Jahr gegenüber 2009 nach, als Harry Potter and the Half-Blood Prince auf den Markt kam.

"Für 2011 sind wir noch zuversichtlicher", sagte Firmenchef Jeff Bewkes, "und wir werden noch aggressiver sein." Er kündigte an, dass Time Warner mehr Geld in neue Produktionen und in die Vermarktung seiner Programme stecken werde. Auch das digitale Geschäft will er ausbauen. Der Konzernchef versprach für das laufende Jahr einen noch besseren Gewinn. Die Anteilseigner beteiligt Bewkes mit einer höheren Dividende und einem auf 5 Milliarden Dollar aufgestockten Aktienrückkauf am Erfolg.

Zum Konzern gehören unter anderem das Filmstudio Warner Brothers und der TV-Nachrichtensender CNN. Mit dem Time-Verlag ist das Unternehmen im Zeitschriften-Geschäft aktiv und verlegt unter anderem Sports Illustrated sowie das Klatschmagazin People. Vom Kabel- und Internetgeschäft (AOL) hat sich der Konzern zwischenzeitlich getrennt. (anw)