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Tinder-Eigner Match Group macht Börsengang offiziell

Die Match Group, zu der unter anderem die Dating-App Tinder sowie Kontaktbörsen wie Match.com und Friendscout24 gehören, kommt an die Börse. Bis zu 100 Millionen US-Dollar will man mit dem Börsengang eingespielen.

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Tinder-App

(Bild: dpa, Franziska Kraufmann)

Es wird ernst mit dem Börsengang: Die auf Dating-Dienste spezialisierte Match Group hat den öffentlichen Handel seiner Aktien bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC beantragt. Unter den über 45 Marken des Flirt-Konglomerats befinden sich unter anderem die Dating-App Tinder und Kontaktbörsen wie Match.com oder die deutsche Seite Friendscout24. Bis zu 100 Millionen US-Dollar soll der Verkauf der Anteile bringen.

Die Match Group hat nach eigenen Angaben in den letzten zwölf Monaten bei über eine Milliarde Dollar Umsatz einen Gewinn von 177 Millionen eingespielt. Von den 59 Millionen Nutzern im Monat sind 4,7 Millionen direkt zahlenden Kunden, pro Nutzer kommt man im Schnitt auf 59 US-Cent Umsatz. Derzeit arbeiten 1600 Angestellte Vollzeit und weitere 3300 in Teilzeit für die Gruppe.

Konkrete Zahlen zur inzwischen wohl bekanntesten Tochter Tinder gibt es nicht, obwohl die Flirt-App mittlerweile auch Vorteile für zahlende Tinder-Kunden anbietet. Diese Marke wachse schneller als alle anderen des Unternehmens, als Risiko wird allerdings die Bindung der App an den Facebook-Login aufgeführt. Denn dadurch sei man den Entscheidungen von Facebook ausgeliefert, was die eigenen Geschäft stören könnte. (Lesen Sie dazu auch einen Kommentar von c't-Redakteur Urs Mansmann: "Kommentar zu Facebook-Ausfall: Der Generalschlüssel")

Die Match Group ist selbst eine Abspaltung des Medienkonzerns IAC (InterActiveCorp), der sie auch weiterhin mehrheitlich gehören wird. Lediglich 20 Prozent der Anteile sollen zunächst an der Börse gehandelt werden. (asp)