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Tinder muss Nutzerdaten an russische Behörden abliefern

Tinder soll künftig Nutzerdaten an die russische Medienaufsicht weitergeben. Der Inlandsgeheimdienst und die Polizei haben darauf dann ebenfalls Zugriff.

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(Bild: dpa, Franziska Kraufmann)

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Russische Behörden fordern von der Dating-App Tinder die Herausgabe von Nutzerdaten. Die Betreiber von Tinder seien verpflichtet, die Informationen mindestens ein halbes Jahr zu speichern und den Behörden auf Anfrage bereitzustellen, teilte die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor am Montag in Moskau mit. Unter anderem könnten neben der Polizei auch der russische Inlandsgeheimdienst FSB sowie das Innenministerium die Daten verlangen.

Seit 2016 dürfen die Behörden auf Daten per Gesetz zugreifen, wenn sie kriminelle Machenschaften vermuten oder einem Terrorverdacht nachgehen. Kritiker sehen dies jedoch als Möglichkeit, das Internet stärker zu überwachen und zum Beispiel gegen die Opposition vorzugehen.

Im vergangenen Jahr hatte der Fall um den international beliebten Chatdienst Telegram für Aufsehen gesorgt, der die Herausgabe der Daten-Verschlüsselung verweigerte. Telegram wurde in Russland auf eine richterliche Anordnung hin zeitweise blockiert und das Unternehmen zu einer Geldstrafe verurteilt.

(olb)