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CES

Tischtennis-Trainingsroboter von Omron

Omron hat auf der CES einen Tischtennis-Roboter vorgestellt. Er soll nicht gewinnen, sondern passt sich dem Kenntnisstand seines Mitspielers an. Und das macht er erstaunlich gut.

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Tisch-Tennis-Trainingsroboter von Omron

Erinnern sie sich noch an Ulf Hoffmann und seinen Tischtennisroboter? Im Jahr 2014 kursierte ein Video im Netz, in dem ein Mensch gegen einen Roboter Tischtennis spielte. Kurz darauf wurde es als Fälschung entlarvt. Auf der CES zeigte das Technologieunternehmen Omron einen Roboter, der tatsächlich Tischtennis spielt. Auf der Messe leistete sich der Tischtennisroboter kaum Schwächen. Entwickelt wurde er in China und Japan.

Mehrere Kameras erfassen das Geschehen. Mit Hilfe einer stereoskopischen 3D-Kamera berechnet der Roboter die Position, die Geschwindigkeit und die Flugbahn des Balls. Künstliche Intelligenz und etliche Trainingsstunden haben den Roboter befähigt, den Ball zu treffen und auf einer passenden Flugbahn wieder zurückzuspielen. Es handelt sich mittlerweile um die vierte Robotergeneration.

Er ist aber nicht nur darauf trainiert, den Ball zu treffen und wieder zurückzuspielen. Über neuronale Netzwerke ermittelt er den Kenntnisstand des Spielers und passt seine eigene Spielweise daran an. Der Omron-Roboter soll nicht gewinnen, er soll den Spieler beim Training unterstützen. Permanent schätzt er das Kenntnisniveau des Spielers ein und reagiert entsprechend mit härterer oder sanfterer Spielweise.

Ferner nutzt der Roboter Gesichtserkennung, um den Spieler zu identifizieren und um dessen Stimmung einzuschätzen. Reagiert der Spieler verbissen, spielt der Roboters anders als wenn der Gegner fröhlich aussieht.

Kyoto stellt Technik für die Industrieautomation und fürs Gesundheitswesen sowie Elektronikteile her. Der Tischtennis-Trainer ist eine Technikdemo und kein fertiges Produkt. (akr)

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