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Tödlicher Crash mit Autopilot: Unfallopfer war Tesla-Fan

Zum ersten tödlichen Unfall eines Elektroautos von Tesla mit eingeschaltetem Autopiloten werden inzwischen immer mehr Details bekannt. Offenbar war der Lkw schwer zu erkennen, als das Auto in ihn raste.

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(Bild: Tesla)

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Den kompletten c't-Test des Autopiloten von Teslas Model S:

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Kurz nachdem der US-Autokonzern Tesla den ersten Todesfall öffentlich gemacht hat, den ein Tesla Model S mit eingeschaltetem Assistenzsystem ("Autopilot") verursacht hat, gibt es inzwischen immer mehr Details zum Unfallhergang. Wie die Washington Post berichtet, ereignete sich der Zusammenstoß bereits am 7. Mai. Der 45-jährige Fahrer des Model S, der dabei ums Leben kam, war demnach ein ehemaliger US-Soldat, der bei den Navy Seals, einer Spezialeinheit gedient hatte und inzwischen als IT-Unternehmer arbeitete. Auf Youtube hatte er zuvor mehrere Videos von Fahrten mit Teslas Autopiloten veröffentlicht, darunter auch eins von einem Beinahe-Zusammenstoß.

Unfallskizze

(Bild: Florida Highway Patrol)

Die Zeitung veröffentlichte außerdem eine Skizze des Unfallorts, die den Hergang beleuchtet. Danach geschah der Crash auf der US Route 27, einer mehrspurigen Verkehrsader mit Abbiegemöglichkeiten in beide Richtungen. Dort bog der Lkw mit Anhänger demnach links ab und kreuzte dabei die Gegenfahrbahn. Der beteiligte Lkw-Fahrer sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, der Tesla sei so schnell unterwegs gewesen, dass er ihn nicht habe kommen sehen. Außerdem gab er gegenüber AP an, im Tesla sei beim Crash ein Harry-Potter-Film gelaufen. Direkt gesehen habe er das zwar nicht, aber gehört. Es könnte sich also auch um ein Hörbuch gehandelt haben.

Tesla hat inzwischen mehrmals darauf hingewiesen, dass Fahrer auch bei eingeschaltetem Autopiloten das System stets überwachen sollen. Trotzdem gibt es immer wieder Fahrer, die das System bewusst überreizen, sich dabei filmen und diese Aufnahmen dann ins Internet stellen. Der Börsenkurs des Unternehmens war nach Bekanntwerden des Unfalls um mehrere Prozentpunkte abgesackt, hat sich aber inzwischen fast wieder erholt. Vor dem tödlichen Unfall waren schon einige Crashs mit autonom agierenden Autos bekannt geworden. So hatte unter anderem ein selbstfahrendes Auto von Google einen Bus gerammt, dabei aber lediglich Blechschaden verursacht.

(pmz) / (mho)