Tor-Projekt: Wegen Corona muss die Organisation 13 Mitarbeiter entlassen

Der gemeinnützige Organisation um den anonymisierenden Browser spürt die Auswirkung von Corona. 13 Mitarbeiter mussten entlassen werden. Die Arbeit geht weiter.

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Tor-Projekt: Wegen Corona muss die Organisation 13 Mitarbeiter entlassen

(Bild: Illus_man/Shutterstock.com)

Von
  • Bernd Mewes

Das Open-Source-Projekt Tor ist, wie der Rest der Welt, von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen und musste 13 Mitarbeiter entlassen, die am Tor-Projekt mitgearbeitet hatten. Mit einem Team von 22 Personen wird die Arbeit am Tor-Browser und dem Tor-Software-Ökosystem jedoch fortgesetzt, teilte die Organisation in einem Blog-Beitrag mit, die sich über Spenden und Sponsoren finanziert.

Die Organisation bedaure den Verlust der wertvollen Teamkollegen sehr – die schwierige Entscheidung sei aber getroffen worden, um das Bestehen des Tor-Projekts sicherzustellen. "Die Welt wird nach der Krise nicht mehr dieselbe sein und das Bedürfnis nach Privatsphäre und sicherem Zugang zu Informationen wird wichtiger werden", erklärt die Organisation in dem Blog-Beitrag weiter.

Das Tor-Netzwerk anonymisiert Verbindungsdaten und ermöglicht so beispielsweise das Surfen ohne Tracking. Für Nutzer in Ländern mit Zensur ist der Tor-Browser oft die einzige Möglichkeit, um uneingeschränkt auf das Internet und die damit verbundenen Dienste zuzugreifen. Weltweit nutzen rund 2 Millionen Menschen das Tor-Netz. (bme)