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Torvalds schreibt an SCO

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Linus Torvalds, Kernel-Maintainer und Linux-Erfinder, hat den offenen Brief von SCO-Chef Darl McBride beantwortet. In freundlichem Ton ("Dear Darl") drückt Torvalds seine Freude darüber aus, dass SCO ganz in Übereinstimmung mit den Linux-Entwicklern der Ansicht ist, Kunden müssten wissen, dass "Open Source stabil und legal ist". Alle anderen Sätze in dem McBride-Brief würden hingegen weniger Sinn ergeben, so Torvalds, der den Dialog mit SCO dennoch als erfrischend bezeichnet.

Allerdings müsse man es "leider ablehnen, geschäftliche Ratschläge von einem Unternehmen anzunehmen, das anscheinend sein gesamtes Geld verschleudert hat (das aus einem Linux-Börsengang stammt, könnte ich hier hinzufügen, weil es nicht einer gewissen Ironie entbehrt) und nun mit dem amerikanischen Rechtssystem Lotto spielt". Die Open-Source-Community glaube weiter daran, dass sich Technologie nach den Interessen und Anforderungen der Kunden richten müsse.

McBrides Einladung zu Verhandlungen lehnt Torvalds ab, weil es bislang nichts zu verhandeln gebe: SCO habe immer noch keine Beweise für Copyright-Verstöße in Open-Source-Software vorgelegt; aber "wir warten mit angehaltenem Atem darauf, endlich konkret informiert zu werden, wovon Sie faseln". Der gesamte Quellcode sei frei zugänglich, und McBride sei eingeladen, alle Teile zu nennen, mit denen er nicht einverstanden ist. Bis dahin sei man "dankbar für den Beitrag". (odi)