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Toshiba N300 & X300: Zweiter Hersteller mit 16-TByte-Festplatten

Toshiba hat zwei 16 Terabyte große Festplatten für Desktop-PCs und NAS-Systeme angekündigt, die verglichen mit Seagate einen größeren DRAM-Cache haben.

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Render-Bilder von Toshibas X300 und N300.

(Bild: Toshiba)

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Ab dem vierten Quartal 2019 möchte Toshiba seine ersten Festplatten mit einer Kapazität von 16 Terabyte für Endkunden anbieten. Die X300 ist für den Einsatz in Desktop-PCs gedacht, die N300 für NAS-Systeme. Beide nutzen SATA 6G als Übertragungsschnittstelle und arbeiten mit 7200 Umdrehungen pro Minute.

Die technische Basis mit neun Scheiben (Platter) in konventioneller Bauweise mit Heliumfüllung ist identisch und kommt auch schon bei der Server-Version MG08 zum Einsatz. Die N300 ist im Gegensatz zur X300 für einen Dauerbetrieb ausgelegt. Sensoren messen die Rotationsschwingungen, mit deren Daten Vibrationen verringert werden sollen.

Toshiba gibt bei der N300 unterm Strich eine höhere Zuverlässigkeit mit einer mittleren Ausfallwahrscheinlichkeit von 1,2 Millionen Stunden (MTTF) an. Die X300 kommt auf die Hälfte.

Bisher verkauft ausschließlich Seagate NAS- und Server-Festplatten mit 16 TByte im Einzelhandel. Verglichen mit der Konkurrenz und seinen eigenen 14-TByte-Festplatten verdoppelt Toshiba den DRAM-Cache von 256 auf 512 MByte.

In puncto Leistungsaufnahme und Übertragungsgeschwindigkeit geben sich die beiden Hersteller nicht viel. Toshiba nennt rund 4 Watt im Leerlauf und 7 Watt im Betrieb. Die N300 kopiert mit bis zu 274 MByte/s – die X300 sollte ähnlich schnell arbeiten.







Preise zu den 16-TByte-Versionen der X300 und N300 nennt Toshiba bisher nicht. Messen muss sich der Hersteller an den Festplatten von Seagate, die aktuell bei etwas über 500 Euro starten. Die IronWolf NAS HDD (ab 496,51 €) stellt das Konkurrenzprodukt zur N300 mit ebenfalls drei Jahren Garantie dar. Bei der X300 bietet Toshiba lediglich zwei Jahre Garantie.

Pro Terabyte deutlich günstiger sind noch die Festplatten mit 8 oder weniger TByte. Toshibas X300 mit 8 TByte zum Beispiel kostet aktuell keine 200 Euro. (mma)