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Toshiba strukturiert Festplattensparte um

Der Bilanzskandal beim japanischen Mischkonzern Toshiba führt auch zu Auswirkungen beim Festplattengeschäft: Das Unternehmen will sich auf die margenträchtigen Server-Platten konzentrieren, zudem müssen 150 Mitarbeiter gehen.

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Toshiba Festplatte

Toshiba leidet unter den Folgen eines Bilanzskandals und braucht dringend Geld. Einen Teil soll die Restrukturierung des Festplattengeschäftes bringen. Von den verbliebenen drei Herstellern im Festplattenmarkt liegt Toshiba mit einem weltweiten Anteil von rund 17 Prozent an letzter Stelle – durch die Veränderungen könnte der Anteil jedoch noch weiter fallen. Zudem gibt es bereits Gerüchte, das Toshiba die Festplattenproduktion ganz abgeben könnte.

Doch zunächst will das Unternehmen sparen und die Produktpalette verkleinern. So soll etwa die Anzahl der in Entwicklung befindlichen Modelle verkleinert werden. Toshiba will den Fokus in Zukunft auf Server-Modelle für Near-Line-Storage und Enterprise-Applikationen legen und die Entwicklung von Festplatten für den Mobilbereich zurückfahren – dabei dürfte es sich nicht nur um interne Modelle für Notebooks handeln, sondern auch etwa um die externen Modelle aus der Canvio-Serie. Die Verringerung der Modellvielfalt soll auch zu einer Verringerung der Kosten für die Einzelteile der Laufwerke führen.

Dazu will Toshiba sich in Japan von 150 Mitarbeitern trennen, weltweit arbeiten rund 8000 Menschen in Toshibas Festplattensparte. Entlassungen soll es zunächst wohl nicht geben, stattdessen sollen sich Mitarbeiter, die mindestens 40 Jahre alt und mindestens 10 Jahre im Unternehmen tätig sind, dafür bewerben. Insgesamt verspricht sich Toshiba eine Ersparnis von rund 75 Millionen Euro im Finanzjahr 2016; die Kosten für die Umstrukturierung belaufen sich nach Unternehmensangaben auf etwa 30 Millionen Euro. (ll)

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