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Toshiba widerspricht Berichten über Produktionsstopp von HD-DVD-Hardware [Update]

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Toshiba hat in einer kurzen Mitteilung auf seiner japanischen Website den am Wochenende von der Nachrichtenagentur Reuters und dem japanischen Fernsehsender NHK verbreitenden Berichten widersprochen, wonach das Unternehmen die Produktion von HD-DVD-Playern und Recordern eingestellt habe. Das Unternehmen beleuchte derzeit seine Geschäftsstrategien, eine Entscheidung sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefallen, erklärt das Unternehmen.

Die Börse hatte auf die Nachricht vom bevorstehenden Tod des HD-Disc-Formats mit einem Kurssprung der Toshiba-Aktie um fast 6 Prozent nach oben reagiert; Nikko Citigroup stufte die Aktie von "hold/high risk" auf "buy/high risk" hoch. Analysten hatten den Schritt mit der Begründung begrüßt, dass Toshiba bei einem fortdauernden Kampf mit dem Blu-ray-Lager weiter hohe Verluste einfahren würde.

Update:
Inzwischen sah sich auch Microsoft angesichts der momentanen Entwicklungen bei HD DVD genötigt, ein Statement abzugeben. In einer Pressemitteilung teilt das Unternehmen mit, man sei "nicht der Ansicht, dass die aktuellen Meldungen das Thema HD-DVD betreffend irgendwelche spürbaren Auswirkungen auf Xbox 360 oder unsere Position im Markt haben werden". Wie man bereits zu früheren Zeitpunkten immer wieder mitgeteilt habe, glaube man daran, dass es die Spiele seien, die Konsolen verkaufen. "Solange sich Toshiba nicht weiter zur Situation geäußert hat, werden wir keine spezifische Pläne bezüglich des Xbox 360 HD-DVD-Players ankündigen", so die Redmonder weiter.

HD DVD sei "einer von mehreren Wegen", über die man den Kunden "das Erlebnis von hochauflösendem Bildmaterial" anbiete. Microsoft werde den Konsumenten "auch in Zukunft die Wahl lassen, hochauflösende Filme und Fernsehsendungen über digitale Verbreitungswege direkt in Ihr Wohnzimmer zu holen, parallel zur Wiedergabe von DVD-Filmen, die sie bereits besitzen". Kurioserweise hatten Kritiker dem Unternehmen in der Vergangenheit vorgeworfen, die HD DVD nur deshalb zu unterstützen, um den Formatstreit mit der Blu-ray Disc anzuheizen und so die schnelle Verbreitung eines optischen HD-Mediums zu verhindern. Die so gewonnene Zeit wollten die Redmonder angeblich nutzen, um ihr eigenes Video-on-Demand-Angebot aufzubauen. (nij)

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