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CES

Toshiba zeigt Alternative zur Fernbedienung

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Toshibas Gestensteuerung funktioniert bereits erstaunlich gut.

Das japanische Unternehmen Toshiba arbeitet an einer Technik, mit der sich Fernseher per Gesten steuern lassen. Auf der CES war bereits ein Prototyp eines solchen TV-Geräts (mit integriertem Medienplayer) zu sehen, die Technik funktionierte bereits erstaunlich gut. In der Demo konnte man sich per Handbewegung durch etliche Videos hangeln und diese vor- und zurückspulen. Grafisch war das Ganze recht aufwendig inszeniert: Alle Vorschaubilder waren auf einer Kugel angeordnet, die sich durch Handzeichen drehen ließ. Langfristig könnte so auf konventionelle Fernbedienungen verzichtet werden.Eine ähnliche Gestensteuerung unterstützen bereits die Qosmio-Notebooks G50 und F50 des Herstellers.

Im Hintergrund werkelt laut Toshiba ein Cell-Prozessor mit acht RISC-SIMD-Einheiten (SPE). Getaktet ist dieser mit 3,2 GHz. Die Japaner wollen den Cell künftig für ihre Fernseher nutzen, wo er aber zunächst primär zum Hochskalieren von Videomaterial verwendet werden soll. Offenbar sucht man händeringend nach Möglichkeiten, das Potenzial des leistungsfähigen Prozessors auszunutzen. So war auf dem Toshiba-Messestand außerdem ein 4K×2K-Display zu sehen, das von einer externen Cell-Box mit hochskaliertem Videomaterial versorgt wurde.

Nach dem Ende von HD-DVD hatte Toshiba verkündet, das siegreiche Format Blu-ray-Disc nicht unterstützen zu wollen und dafür auf DVD in Standard-Definition vorliegende Videos hochrechnen zu wollen. Da mutet es etwas kurios an, dass ausgerechnet Toshiba den Eindruck erweckt, 1920 × 1080 Pixel seien nicht genug für Fernseher. Schließlich wird bislang selbst im Digitalkino – also bei metergroßen Leinwänden – meist nur 2K (2048 × 1080 Bildpunkte) verwendet. 4K-Projektoren sind zwar auf dem Markt, ihr weltweiter Anteil liegt aber im niedrigen einstelligen Prozentbereich. (Jan-Keno Janssen) / (jkj)

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