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Toyota plant weltweite Mobilfunkplattform für vernetzte Autos

Eine weltweit standardisierte Mobilfunkplattform für vernetzte Autos wollen die Toyota Motor Corporation (TMC) und das japanische Telekommunikationsunternehmen KDDI Corporation (KDDI) errichten.

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Toyota plant weltweite Mobilfunkplattform für vernetzte Autos

(Bild: Toyota)

Die Toyota Motor Corporation (TMC) und das japanische Telekommunikationsunternehmen KDDI Corporation (KDDI) wollen eine weltweit standardisierte Mobilfunkplattform für vernetzte Autos errichten. Beginnend mit seinen Autos möchte Toyota damit das Internet der Dinge voranbringen.

Um die Verbindungsmöglichkeiten für Autos weltweit zu verbessern, braucht es laut Toyota stabile Netze mit großer Reichweite sowie eine einheitliche Datenvermittlungseinheit, die Toyota "DCM" für "data communications module" nennt. Solche DCMs sind heute marktspezifisch noch unterschiedlich.

Ab dem Jahr 2020 sollen dann weltweit standardisierte DCMs zur Grundausstattung aller in Japan und den USA verkauften Toyota- und Lexus-Modelle gehören und dann sukzessive in allen großen Märkten eingeführt werden. Sie soll Funktionen wie die bereits bekannte automatische Notfallmeldung, etwa nach einer Airbag-Auslösung bieten, darüber hinaus aber auch weitergehende Dienstleistungen von Toyota. Den anderen Teil dieser Plattform, die so genannten Cloud Services, soll mit KDDI zusammen entwickelt und später auch betrieben werden.

Einheitliche DCMs sollen sich dann weltweit automatisch mit den verschiedenen Mobilfunknetzen verbinden. Bei einem Netzwechsel sollen die DCMs die SIM selbsttätig wechseln und wären damit nicht auf Roaming angewiesen. Toyota will so jederzeit eine stabile und kostengünstige Verbindung seiner Fahrzeuge ins Netz sicherstellen, übrigens auch, um auf die Nutzungsdaten seiner Autos jederzeit zugreifen zu können. Möglichst viele Daten zu sammeln sei nötig, um seine Dienstleistungen weiter verbessern zu können, sagt Toyota (wie alle anderen Autohersteller) zu diesem Aspekt der bidirektionalen Kommunikation.

Um die auflaufenden Datengebirge verwalten und bearbeiten zu können, wird Toyota ein "Big Data Center (TBDC)" im "Toyota Smart Center" aufbauen, welches die Nutzerdaten unter Beachtung hoher Auflagen an den Datenschutz analysieren und verarbeiten soll. Eine sichere Kommunikation des Fahrzeugs mit dem TBDC soll eine Software herstellen, die der Entwicklungspartner UIEvolution, Inc. (UIE) beisteuern soll.

KDDI kooperiert laut eigener Auskunft mit 600 Netzbetreibern weltweit und ist bereits stark präsent auf wichtigen Märkten wie Indien oder Südkorea. Bei diesen Unternehmen soll die neue Plattform zuerst angeboten werden, mit dem Ziel, sie so beliebt werden zu lassen, dass sie später auf Wunsch auch von anderen Telefongesellschaften angeboten wird. Mit rund 11 Prozent ist Toyota nach Kyocera mit knapp 13 Prozent zweitgrößter Anteilseigner des Telekommunikationsunternehmens KDDI. (fpi) / (anw)

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