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Toyota strickt mit Microsoft am vernetzten Auto

Auf Basis von Microsofts Cloud-Plattform Azure will Toyota mit dem Projekt "Connected" kontextabhängig "vorausschauende und intuitive Dienste" fürs vernetzte Fahren entwickeln. Dabei sollen die US-Datenschutzregeln eingehalten werden.

Toyota

(Bild: dpa, Jens Kalaene/Archiv)

Toyota setzt verstärkt auf digitale Datendienste im Auto. Die US-Tochter des japanischen Autokonzerns hat am Montag angekündigt, mit dem Ableger "Toyota Connected" in Texas ein Zentrum für "Datenwissenschaften" gründen und so die Aktivitäten rund um das vernetzte Fahren verstärken zu wollen. Die Japaner bauen dabei laut einer Mitteilung auf Microsofts Cloud-Plattform Azure, um "vorausschauende, kontextabhängige und intuitive Dienste" zu entwickeln, bei denen die Technik an sich in den Hintergrund trete und den Menschen nicht "tyrannisieren" solle.

Als Beispiele hat Zack Hicks, Chief Information Officer (CIO) von Toyota Nordamerika und Chef der neuen Tochterfirma, unter anderem Telematik-Services ins Spiel gebracht, "die von Ihren Gewohnheiten und Präferenzen lernen". Geplant seien "nutzerbasierte Modelle für Versicherungstarife", die quasi in Echtzeit auf "aktuelle Fahrmuster" reagierten, genauso wie Netzwerke für die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und der Infrastruktur, über die etwa Straßenzustände und Verkehrsinformationen ausgetauscht werden könnten.

"Die ganze Idee besteht darin, unsere Kunden besser zu verstehen", erläutert die Toyota-Connected-Managerin Sandy Lobenstein laut Medienberichten. Dienste sollten personalisiert werden und die Fahrer nicht überfrachten. Sogar medizinische Sensoren könnten in Autos eingebaut werden, um etwa den Pulsschlag zu messen. Es sei auch vorstellbar, einige der kommenden Angebote über Funkverbindungen drahtlos in die Fahrzeuge zu "beamen".

Lobenstein beteuerte, dass das Unternehmen die Datenschutzerwartungen der Kunden sehr ernst nehmen werde. Toyota Connected werde die Datenschutzvorgaben der US-Handelsaufsicht FTC für Fahrzeugtechnik voll beachten. 5,5 Millionen US-Dollar sollen zunächst in das Vorhaben fließen, bei dem binnen eines Jahres mit ersten Ergebnissen zu rechnen sein werde. (Stefan Krempl) / (anw)

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